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Tipps für das Übersiedeln mit einem Kleintransporter

Die Fahrdynamik ist mit der eines PKW nicht zu vergleichen

05.06.2008

Endlich ist das neue Domizil bezugsfertig. Jetzt müssen nur noch Kind und Kegel ins traute Heim gebracht werden. Was bietet sich da mehr an, als einen Kleintransporter zu mieten. Doch die Klein-Lkw reagieren oft ganz anders als der gewohnte Pkw. "Die Fahrdynamik eines Klein-Lkw ist mit der eines Pkw nicht zu vergleichen. Das Limit ist schneller erreicht, als man glaubt", warnt Gerhard Blümel, Leiter der Bus- und Lkw-Fahrsicherheit beim ÖAMTC. Wer so ein Fahrzeug in Betrieb nimmt, sollte sich daher auf jeden Fall die Zeit nehmen, das Fahrzeug bei einer Probefahrt kennenzulernen und sich auf das veränderte Brems- und Einlenkverhalten einzustellen.

Wichtig ist zunächst, die Unterschiede zu bedenken: Kleintransporter sind höher, breiter und länger als normale Pkw. Ein abrupter Spurwechsel oder ein, zwei km/h zu schnell in der Kurve - und ein Kleintransporter ohne ESP kippt. Damit es zu solchen Extremsituationen erst gar nicht kommt und der Neustart im trauten Heim nicht auf halber Strecke in einem Fiasko endet, geben die Experten des ÖAMTC Tipps für das Fahren mit Kleintransportern:

  • Vorausschauend fahren: Abrupte Lenkmanöver können sich beim Klein-Lkw dramatisch auswirken. Der Fahrer muss seinen momentanen Beladungszustand immer im Kopf haben. Ein hoher Beladungsschwerpunkt kann das Fahrzeug leicht zum Kippen bringen.
  • Auch vorausschauend bremsen: Klein-Lkw sind grundsätzlich mit guten Bremsen ausgestattet. "Problematisch wird es aber, wenn aus höherem Tempo immer wieder stark abgebremst wird", warnen die ÖAMTC-Experten. Die Bremswirkung lässt dann stark nach. Daran ist nicht die Technik schuld, sondern die Fahrweise.
  • Auf den Luftdruck achten: Unterschiedliche Beladung erfordert unterschiedlichen Luftdruck in den Reifen. Der Reifendruck ist zumeist auf maximale Beladung ausgerichtet. Wer "leer" fährt, ist oft mit zu viel Reifendruck unterwegs, was sich auf die Fahreigenschaften auswirkt und nur durch eine entsprechend angepasste Fahrweise ausgeglichen werden kann.
  • Ladung richtig sichern: Das Übersiedlungsgut muss so verstaut werden, dass es nicht verrutschen oder umfallen kann, auch wenn stark gebremst wird. Der ÖAMTC empfiehlt außerdem, auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu achten, um ein Kippen des Fahrzeugs in der Kurve zu vermeiden.
  • Höhe beachten: Wer sich am Ziel wähnt und der Einfachkeit halber oder einfach aus Gewohnheit in die private Garage fahren möchte, sollte vorher prüfen, ob die Höhe für den Kleintransporter reicht.
  • Achtung beim Rückwärtsgang: Beim Kleintransporter sieht man nicht, was sich hinter dem Fahrzeug befindet. Daher sollte man nur zurückschieben, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, und dann nur mit einer zweiten Person, die den Fahrer mit Handzeichen einweist. "Wichtig dabei ist, sich vorher über die Handzeichen und deren Bedeutung zu einigen", sagt Gerhard Blümel vom ÖAMTC.

Quelle: ÖAMTC

 

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