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Der neue Kia Stonic im Test

Mit dem Stonic startet Kia in einem heiß umkämpften Segment. Wir verraten im folgenden Test, was der Stonic 1,0 TGDI in Gold-Ausführung zu bieten hat.

09.01.2018

In den letzten Jahren hat sich das B-SUV-Segment zum Verkaufsschlager entwickelt. Kaum ein Hersteller kann es sich leisten, in diesem Segment kein Fahrzeug zu haben. Seit Kurzem bietet auch Kia mit dem Stonic ein passendes Modell im B-SUV-Segment an. Der Bruder des Hyundai Kona soll dabei eher die preisbewusste Klientel bedienen und startet mit kleineren Motoren als der Hyundai-Bruder. Das Design ist dabei durchaus ansprechend, und der Stonic gefällt mit einer bulligen Frontpartie und einem knackigen Heckabschluss.

Für unseren Test haben wir den Stonic mit dem neuen 1,0 Liter TGDI-Motor und der Top-Ausstattungslinie "Gold" kombiniert. Um 22.090 Euro bekommt man damit schon ein überaus komplett ausgestattetes Fahrzeug, das nur noch wenig Raum für Optionen bietet.

Serienmäßig verfügt die Gold-Ausstattung schon über Highlights wie einen 7"-Touchscreen inkl. Navigation, LED-Rückleuchten, LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Regen- und Lichtsensor, Fahrspurwarner, Rückfahrkamera, Tempomat, Totwinkelassistent, autonomen Notbremsassistent, Fernlichtassistent, elektronische Klimaautomatik, 17"-Alufelgen, Lenkradheizung, Sitzheizung und noch vieles mehr. Als einzige Option hatten wir noch das Paket Gold um 1.100 Euro, das noch ein elektrisches Hub-/Schiebedach, Alupedale und den Smart Key beinhaltet. Der Gesamtpreis liegt damit bei 23.190 Euro.

Besonders gut zur Gold-Ausstattung passt die ohne Aufpreis erhältliche Most Yellow-Lackierung, mit der man sein Auto auch am überfüllten Supermarktparkplatz schnell wieder findet. Im Innenraum zeigt sich der Stonic in Gold-Ausführung sehr wohnlich und überaus modern. Der 7"-Touchscreen ist weit oben und in greifbarer Nähe zum Fahrer positioniert und lässt sich wunderbar bedienen. Außer bei Hyundai, wo die gleichen Infotainmentsysteme verbaut sind, gibt es kaum einen Hersteller in dieser Klasse, bei dem die Bedienung über den Touchscreen so intuitiv, einfach und schnell möglich ist.

Die Verarbeitung ist ebenfalls sehr gut, noch etwas Luft nach oben gibt es bei den verwendeten Materialien. Hier hat der Stonic einen Mix aus recht hochwertig und recht billig wirkenden Teilen an Bord, was im Gesamtbild nicht so ganz harmoniert. Dafür gibt es viele praktische Ablagen und sehr bequeme Sitze, die auch langstreckentauglich sind. Das Platzangebot ist der Klasse entsprechend im Fond recht knapp bemessen, das Kofferraumvolumen reicht von 352 bis 1.155 Liter und ist damit im Schnitt der Klasse angesiedelt.

Bei der Motorisierung haben wir für unseren Stonic den derzeitigen Top-Motor gewählt. Der 1,0 TGDI mit 120 PS (88 kW) ist das stärkste Aggregat, das für den Stonic erhältlich ist, dafür bekommt man allerdings nur 3 Zylinder, alle anderen Motoren verfügen über 4 Zylinder. Den Start macht der 1,25 MPI mit 84 PS, gefolgt vom 1,4 MPI mit 100 PS und dem 1,6 CRDI mit 110 PS.

Der 1,0 Liter 3-Zylinder passt sehr gut zum 414 cm langen Stonic. Der Motor liefert zwischen 1.500 und 4.000 U/Min sein maximales Drehmoment von 172 Nm, womit man schon von unten heraus genug Kraft verspürt. Vor allem in der Stadt zeigt sich der Stonic mit dieser Motorisierung überaus spritzig. Die manuelle 6-Gang-Schaltung gefällt dabei mit einer sehr guten Abstimmung. Man wird schon sehr früh gemahnt, in einen höheren Gang zu schalten, bei 70 km/h wird schon der höchste Gang verlangt.

Überraschend ist dabei, dass man selbst bei 70 km/h im 6. Gang noch genug Kraft für akzeptable Zwischensprints hat und nicht herunter schalten muss. Dies wird erst notwendig, wenn man die ganze Leistung abrufen möchte, etwa bei einem Überholvorgang. Bei Überholvorgängen und beim Herausbeschleunigen aus hohen Geschwindigkeiten merkt man auch, dass der Stonic mit dem 120 PS starken Benzinmotor nicht übermotorisiert ist. Für den normalen und täglichen Gebrauch ist die Leistung aber durchaus ausreichend, immerhin erledigt der Klein-SUV den Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 10,3 Sekunden und ist bis zu 185 km/h schnell.

Wer die Leistung des Stonic ausnützt, sollte mit einem Verbrauch von rund 7,5 Litern rechnen. Mit etwas Zurückhaltung erreicht man auch Werte unter 7 Liter, an die vom Werk angegebenen 5,0 Liter wird man aber nur herankommen, wenn man im Windschatten von Lkws sein Dasein fristet.

Deutlich positiver stimmt einen der Fahrkomfort. Auch wenn der Stonic merkbar auf Sportlichkeit getrimmt ist und Bodenunebenheiten manchmal merkbar in den Innenraum durchsickern, bietet er auch für die Langstrecke noch genug Komfort. Auch die Geräuschdämmung ist für ein Fahrzeug dieser Klasse recht gut, lediglich bei Autobahntempo steigen die Wind- und Abrollgeräusche etwas an.

Durch seine kompakten Abmessungen ist der Stonic recht wendig, die leichtgängige, aber durchaus direkte Lenkung gefällt hier sehr gut. Dank der Rückfahrkamera ist die nach hinten eingeschränkte Übersichtlichkeit auch kein Problem, so dass man auch enge Lücken ohne Probleme ansteuern kann. Bei der Sicherheitsausstattung bietet der Stonic eine solide Basis, inkl. Totwinkel-Warner, Spurhalteassistent und autonomen Notbremsassistenten.

Der Kia Stonic hat in unserem Test gezeigt, dass er ein solider Begleiter ist, der vor allem im urbanen Gebiet mit viel Spritzigkeit aufwarten kann. Sein sportliches Design, die erhöhte Sitzposition und die überaus komplette Serienausstattung zum attraktiven Preis machen den Stonic zu einer wirklich guten Alternative in der Flut der Modelle, die es in dieser Klasse mittlerweile gibt. Wer auf schnittiges Design, Top-Ausstattung, einfache Bedienung und 7 Jahre Garantie Wert legt, findet im Stonic sicher einen passenden Begleiter.

Was uns gefällt:

Das Design, die überkomplette Ausstattung, der Touchscreen, die Spritzigkeit des Motors

Was uns nicht gefällt:

Der Verbrauch

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 2
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 2-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum: 3
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 3

Tipp: Mehr Kia News und Tests sowie die Kia Händler in Österreich finden Sie hier.

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