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KFZ-Haftpflicht : Versicherungen im Konsument-Test

"Konsument" hat in einem aktuellen Test 20 Versicherungen verglichen


22.02.2007
 

Die meisten Autofahrer ärgern sich über zu hohe Prämien ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung. Vorweg die gute Nachricht: Die Kfz-Haftpflichtversicherungen sind für Neueinsteiger günstiger geworden. Die schlechte Nachricht: Für Konsumenten ist es dadurch nicht einfacher geworden, sich in dem undurchsichtigen Angebot der Versicherer zurechtzufinden.

Licht ins Dunkel bringt ein aktueller Test der Zeitschrift "Konsument". Das Verbrauchermagazin hat sowohl offiziell als auch anonym Prämienanfragen bei 20 Versicherern eingeholt. Testmodelle waren zwei in Österreich besonders beliebte Automarken: der VW Golf TDI und Renault Grand Espace. Was im Test zählte: Prämienhöhe, Leistungsumfang, Vertragsbedingungen und Informationsqualität.

Fazit: "Treue lohnt sich nicht immer, sondern kommt manchmal sogar ziemlich teuer. Die Preisunterschiede zwischen niedrigster und höchster Prämie betragen im Test bis zu 50 Prozent", berichtet Gabi Riener, Versicherungsexpertin des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Ein jährlicher Prämiencheck zahlt sich daher aus, vor allem für Neueinsteiger. "Insgesamt können heimische Autofahrer durch einen Vergleich pro Jahr mindestens 80 Millionen Euro an Kfz-Versicherungskosten einsparen", unterstreicht Franz Floss, VKI-Geschäftsführer, das enorme Sparpotenzial. "Der VKI unterstützt Autofahrer dabei mit dem neuen Online-Kfz-Versicherungscheck, der rasch und einfach über die günstigsten Angebote informiert."

20 Assekuranzen am Prüfstand

Die "Konsument"-Tester holten bei insgesamt 20 Versicherungen für sechs verschiedene Fallbeispiele Prämienanfragen ein: Zum einen wurden in einer offiziellen Anfrage Prämie und Leistung direkt abgefragt. Zum anderen wurde für ein Fahrzeugmodell eine anonyme Anfrage per Mail bzw. durch den Prämienrechner auf der Homepage durchgeführt.

Wichtigstes Bewertungskriterium war die Prämienhöhe. Darüber hinaus flossen auch die Leistungen wie Versicherungssumme, Schalterpolizze oder Freischadenbonus sowie die Informationsqualität der anonymen Offerte und der Homepage in das Testurteil mit ein.

Vergleichen lohnt sich

Erhebliches Sparpotenzial haben die Tester für Neueinsteiger festgestellt - sowohl für die Golffahrerin als auch für den Lenker des Renault Grand Espace. Die größte Differenz gibt es für den Fahrer des Family-Van in Stufe 09: Während die Jahresprämie bei der "VAV" auf 653,62 Euro kommt, zahlt man bei der "Basler" - für eine im Test deutlich schlechtere Informationsqualität - 1.252 Euro, also fast das Doppelte. Auch beim VW Golf TDI lässt sich für Einsteiger einiges sparen: Hier punktet ebenfalls die "VAV" mit dem günstigsten Angebot (556,04 Euro), während die "Basler" mit 956,15 Euro wiederum teuerster Anbieter ist.

Ein Prämienvergleich lohnt sich aber nicht nur für jene Fahrzeuglenker, die erst seit kurzem in Besitz des Führerscheins sind. "Auch für langjährige Autofahrer kann sich ein Anbieterwechsel finanziell lohnen", weiß Riener. Im "Konsument"-Test ist der Versicherungsnehmer in der niedrigsten Bonusstufe - 60 Prozent aller PKW-Lenker sind in Stufe 00 unterwegs - mit der "VAV" (232,41 Euro) am günstigsten dran, teuer kommt dagegen die "SOVAG" mit 484,71 Euro. Das Sparpotenzial: 253 Euro pro Jahr. Und auch für die Golf-Autofahrerin wirkt sich der Preisvergleich positiv aufs Geldbörserl aus: der Prämienunterschied beträgt in der 00er-Stufe immer noch 150 Euro.

"Züritel" und "VAV" sind im "Konsument"-Test zwar beide Male im Spitzenfeld. Das bedeutet aber nicht, dass deren Angebote für jeden Autofahrer zu den günstigsten oder besten zählen. "Worauf es bei der Prämiengestaltung ankommt, sind in erster Linie die persönlichen Voraussetzungen", informiert Riener.

Langjährige Autofahrer sind im "Konsument"-Test mit den Prämien von "Züritel", "VAV" und "Zürich" am günstigsten unterwegs. Teuer kommen für sie "Donau", "Wiener Städtische" und "SOVAG". Einsteiger sind dagegen mit "VAV" und "KLV" am besten dran, dafür sollten sie einen weiten Bogen um die "Basler"-Versicherung machen, meinen die VKI-Tester.


Tipps für Prämienersparnis

  • Prämie regelmäßig checken. Einmal pro Jahr, am günstigsten rund zwei Monate vor Ablauf des Versicherungsvertrages, die eigene Prämie auf den Prüfstand stellen.
  • Versicherungsprämie jährlich zahlen. Dadurch entfallen nicht nur die sogenannten Unterjährigkeitszuschläge, auch die motorbezogene Versicherungssteuer wird günstiger.
  • Beim Versicherer nachfragen. Die große Zeit der Nachlässe ist zwar vorbei, aber für Wenigfahrer oder Mehrfachversicherungen bei einem Anbieter ist durchaus noch etwas drinnen.
  • Mitglieder zahlen weniger. Auch Angebote der Autofahrerclubs einholen und vergleichen.


Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist jährlich kündbar. Bei einem Wechsel der Versicherung muss das Kündigungsschreiben einen Monat vor Ablauf des Vertrages beim Versicherer eintreffen. Doch Riener warnt: "Wer eine günstigere Prämie gefunden hat, sollte vor der Kündigung sicherstellen, dass der neue Anbieter einen auch wirklich versichern wird. Die Annahmebedingungen wurden in den letzten Jahren nämlich deutlich verschärft, vor allem für junge Fahrer".

Quelle: VKI


 

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