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Hyundai i20 im Test

Im Sommer hat Hyundai dem i20 ein Facelift spendiert. Wir haben den überarbeiteten Kleinwagen mit dem 85 PS-Benzinmotor zum Test geladen.

09.11.2012

Der Hyundai i20 erfreut sich in seiner Klasse großer Beliebtheit, mit dem Facelift ist er jetzt noch schnittiger und hochwertiger geworden. Vor allem die geänderte Frontpartie im neuen Hyundai Fluidic Sculpture-Design lässt den kleinen Koreaner noch spritziger wirken, besonders, wenn er über das Technikpaket inkl. LED-Tagfahrlicht verfügt. Etwas überarbeitet wurde auch der Innenraum, der nun über hochwertigere Bezugsstoffe und Materialien sowie über eine neu gestaltete Mittelkonsole verfügt.

Für unseren Test haben wir die Einstiegsmotorisierung, den 1,25 Benziner mit 85 PS (63 kW) in der gehobenen Comfort-Ausstattung, gewählt. Um 12.990 Euro hat der i20 dann schon eine ordentliche Sicherheits- und Komfortausstattung. Mit an Bord sind unter anderem ESP, ABS, sechs Airbags, ein Audiosystem mit sechs Lautsprechern, eine Klimaautomatik, ein Lederlenkrad und Lederschaltknauf, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, eine Radiofernbedienung am Lenkrad, ein Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorne und hinten, ein Lichtsensor, elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel und ein gekühltes Handschuhfach.

Unser Testfahrzeug verfügte zudem noch über eine Metallic-Lackierung, Sitzbezüge in Blau/Anthrazit, das Citypaket 2 (Innenspiegel mit Abblendautomatik und Rückfahr- kamerabild, Regensensor und Einparkhilfe hinten), das Technikpaket (Tempomat mit Speedlimiter, Sitzheizung vorne und LED-Tagfahrlicht), ein elektrisches Hub-/Schiebedach und 15"-Leichtmetallfelgen. Der Gesamtpreis des dann überaus komplett ausgestatteten i20 liegt bei 16.200 Euro.

Im Innenraum wirkt der i20 dann auch wirklich ansprechend und erfreut mit einer überaus einfachen Bedienung. Das Design wirkt sehr frisch und die verwendeten Materialien hochwertig. In der Nacht erstrahlen die Armaturen sowie alle Knöpfe in einem schönen Blau.

Viele Ablagen und sehr gut positionierte Aux- und USB-Anschlüsse runden den positiven Eindruck der Innenraumgestaltung weiter ab. Selbst die Verarbeitung gibt keinen Grund zu Kritik, im i20 gibt es kein Klappern oder Knarzen. Sehr gelungen ist auch die neu gestaltete Mittelkonsole, auf der alle wichtigen Funktionen für Radio und Klimatisierung zu Hause sind.

Das Platzangebot ist in der ersten Reihe sehr gut, für die Fondpassagiere wird es dann aber schon recht eng, wenn Fahrer und Beifahrer größer gewachsen sind. Die Sitze selbst sind sehr bequem und auch durchaus langstreckentauglich, lediglich eine Mittelarmlehne vorne würde den Fahrkomfort noch steigern.

Für ein Auto seiner Klasse verfügt der i20 über ein überdimensional großes Kofferraumvolumen. Mit 370 Liter Fassungsvermögen schlägt der i20 so manchen Vertreter der Kompaktklasse, klappt man die Rücksitze um, kann man sogar bis zu 1.060 Liter transportieren.

Um so viel Fracht zu befördern, sollte dann auch der Antrieb gute Dienste leisten. Der 1,25 Liter Benzinmotor verfügt über eine Leistung von 85 PS (63 kW) und ist wohl für die meisten Beförderungsbedürfnisse ausreichend. Vor allem im Stadtbetrieb wird man mit diesem Motor seine wahre Freude haben, da er bei niedrigen Geschwindigkeiten äußerst spritzig ist und sehr leise läuft.

Das kurz abgestufte 5-Gang-Getriebe kommt dem Betrieb in der Stadt ebenfalls sehr zugute, bereits bei 50 km/h kann man im höchsten Gang unterwegs sein und bei einem Tipp aufs Gaspedal noch immer flott beschleunigen. Die Schaltung selbst ist sehr leichtgängig, die Schaltwege jedoch sind etwas lang geraten.

Etwas träger wird der i20 dann bei höherem Tempo. Um die volle Leistung auszukosten, muss man den i20 in hohe Drehzahlregionen treiben, wo er dann schon etwas geräuschbetonter seinen Dienst versieht. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft er in 12,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 168 km/h. Ist man überland unterwegs, merkt man aber, dass man sich außerhalb des idealen Wohlfühlgebiets des i20 bewegt. Überholvorgänge sollten gut geplant sein, und fleißiges Runterschalten ist angesagt. Die Leichtigkeit des Seins, welche der i20 in der Stadt vermittelt, ist bei Überlandfahrten dahin, trotzdem ist die Motorisierung ausreichend für jene, die nicht sehr oft auswärts unterwegs sind.

Wer die Leistung des i20 häufig abruft, muss sich auch von dem vom Werk angegebenen Verbrauch verabschieden. Die 4,9 Liter sind selbst mit dem zartesten Gasfuß nur schwer zu erreichen, in unserem Test hat sich der i20 rund 6,2 Liter pro 100 Kilometer gegönnt.

Ganz auf Komfort sind Fahrwerk und Federung des 399,5 cm langen Koreaners ausgelegt. Selbst kurz hintereinander folgende Bodenwellen filtert der i20 gekonnt weg. Flotte Kurven sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, das koreanische Leichtgewicht neigt nämlich dazu, etwas über die Vorderräder zu schieben. Der i20 zeigt einem dabei sehr früh seine Grenzen an und lässt dem Fahrer noch genug Zeit für Korrekturen, bevor dann zur Not das ESP eingreift. Die leichtgängige Lenkung vermittelt zudem nicht immer den perfekten Fahrbahnkontakt, ist aber in der Stadt und beim Einparken sehr angenehm.

Hier zeigt sich auch wieder sehr deutlich, dass der i20 ganz auf die Anforderungen zugeschnitten ist, die man an ein Stadtauto stellt. Trotz seiner übersichtlichen Karosserie hilft der i20 auch noch mit einer Einparkhilfe hinten und der Rückfahrkamera, damit auch ja nichts übersehen wird und ein zentimetergenaues Einparken möglich ist.

Der Hyundai i20 ist als kompaktes Stadtauto eine große Nummer. Er bedient perfekt die Bedürfnisse von jenen, die im urbanen Gebiet wohnen, dennoch aber ab und zu mal auswärts unterwegs sind. Sein Komfort und das überaus große Kofferraumvolumen machen ihn dabei auch für junge Familien interessant. Eine gute Verarbeitung, ein dynamisches Design und viel Komfort sprechen ebenfalls für den i20. Wer öfters außerhalb der Stadt unterwegs ist, sollte jedoch den stärkeren Motor mit 100 PS ins Auge fassen.

Was uns gefällt:

das Kofferraumvolumen, die Ausstattung, das Design, die Wendigkeit

Was uns nicht gefällt:

dass der Motor bei Landstraßentempo etwas träge ist, die langen Schaltwege

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2-
Fahrverhalten: 2-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Ladefläche: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

TIPP: Mehr Hyundai News und Tests, aktuelle Hyundai Gebrauchtwagen sowie die Hyundai Händler in ganz Österreich finden Sie hier.

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