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Handy-Navigationssysteme im Test überzeugend

Karten und Programme muss man sich aber erst downloaden

12.06.2008

Das Handy kann schon lange mehr als nur telefonieren. Vom Terminkalender bis hin zum Navigationsgerät dient das moderne Mobiltelefon von heute. Wie gut es letzteres meistert, hat ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl geprüft. Das Blackberry 8800 mit Wisepilot, das Nokia N95 mit Wayfinder 7, das Blackberry 8800 mit Wayfinder 7, das Samsung SGH 1780 mit Garmin und das Nokia N95 mit Nokia Maps waren die Navigationslösungen, die genau unter die Lupe genommen wurden. Neben dem Gerät und dem Navigationsprogramm spielt auch der Daten-Tarif des jeweiligen Netzbetreibers eine Rolle. "Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Handy-Navigationslösungen stehen den Navi-Geräten kaum nach", sagt Kerbl. "Allerdings muss man vor Inbetriebnahme meist Karten oder Programme übers Internet herunterladen. Das kann sich in manchen Fällen als sehr mühsam herausstellen." Der Clubexperte stellt die einzelnen Navigationslösungen vor.

Der Sieger Blackberry 8800 mit Wisepilot ("A1", Offboard) überzeugt mit einfacher Adress-Suche - Zielführung ist auch aus dem mobilen Herold-Telefonbuch möglich. Auch Verkehrsmeldungen werden rasch eingespielt. "Die Kartendarstellung ist im Vergleich zu Navigationsgeräten aber etwas weniger detailgenau", findet der ÖAMTC-Techniker die einzige Schwachstelle.

Das Nokia N95 ("Drei", Offboard) und das Blackberry 8800 ("A1", Offboard) jeweils mit Wayfinder 7, fassen ebenso ein "sehr empfehlenswert" aus. "Die komplizierte Menüführung des Wayfinders kostet beiden Geräten Punkte. Die Berechnung beim Blackberry dauert außerdem länger als bei der Nokia Kombination", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

Mit der Wertung "empfehlenswert" sind auch das Samsung SGH 1780 mit Garmin (verschiedene Netze, Offboard) und das Nokia N95 mit Nokia Maps (verschiedene Netze, Onboard) gut dabei. "Das Samsung ist langsamer bei der Rechenleistung und dem Sat-Erstkontakt. Teilweise ist auch die Positionsanzeige unpräzise", so der ÖAMTC-Techniker. "Beim Nokia erfordern die Karten hohen Speicherbedarf und müssen via Internet aktualisiert werden. Außerdem ist die Navigation kostenpflichtig und nur mit Kreditkarte bezahlbar."

"Die Navigation mittels Handy funktioniert fast schon so schnell wie mit Navi-Geräten", erläutert der ÖAMTC-Techniker und sieht Handy-Navis als Lösung mit Zukunft. "Die Mobilfunknetzbetreiber haben es in der Hand, wie rasch sich die Handynavigation durchsetzt. Wenn die Kosten für Karten und internationale Roaminggebühren für diese Navigationsdienstleistungen überschaubar und auch günstiger werden, ist es sogar vorstellbar, dass die klassischen Navigationsgeräte mit Sim-Kartenschächten ausgestattet werden und so topaktuelle Karten und Verkehrsinformationen beziehen können."

Unterschied zwischen On- und Offboard-Navis

Onboard-Navigation: Die für die Navigation benötigten Karten befinden sich im Handy, meist auf einem Speicherchip. Das Handy wird damit zum Navigationsgerät. Das bedeutet es fallen für das Navigieren keine Extrakosten an.

Offboard-Navigation: Am Handy befindet sich zwar das Navigationsprogramm, allerdings kommen die Karten via Internet-Datenverbindung in Echtzeit aufs Display. Dadurch ist das Kartenmaterial immer aktuell.

Nähere Details zum Check findet man in der Juni-Ausgabe des Magazins auto touring.

Quelle: ÖAMTC



 

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