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Frostschutz: Die wichtigsten Kältetipps für Autofahrer

Beimengung von "Additiven" kann Einfrieren beim Diesel verhindern

24.01.2006


Der aktuelle Temperatursturz und die "arktische" Kälte in vielen Gebieten sorgen u.a. auch für einen massiven Anstieg bei den Panneneinsätzen. "So viele Einsätze, wie in diesem Monat, hatten wir seit 1999 nicht mehr", erzählt Gerhard Samek von der ÖAMTC-Pannenhilfe. "Wir sind zwar aufgrund der Wetterprognosen darauf vorbereitet gewesen, dass es so massiv wird, damit haben wir allerdings nicht gerechnet." Im Schnitt ist die Zahl der Einsätze der Gelben Engel dieser Tage um das Fünffache gestiegen.

Zu den derzeit häufigsten Pannenursachen zählen angesichts der bitteren Kälte streikende Batterien. Auffällig waren heute aber auch die ungewöhnlich vielen Lkw-Pannen. "Wegen der extrem niedrigen Temperaturen flockt das Paraffin im Diesel aus und verstopft Leitungen und Filter", so der ÖAMTC-Einsatzleiter. Doch auch bei Pkw kommt es bei klirrender Kälte immer wieder vor, dass der Kraftstoff in Filter, Leitungen und Tank einfriert. Dass es überhaupt dazu kommen kann, dass Winterdiesel friert, hängt von der Zusammensetzung des Kraftstoffes ab. "Paraffin - ein Bestandteil von Diesel - wird durch extreme Kälte, etwa bei minus 20 Grad, fest. Manchmal auch schon früher", weiß Richard Titlbach von der ÖAMTC-Pannenhilfe.

Was kann das Einfrieren von Kraftstoff verhindern?

  • Beimengungen von Fließverbesserern, wie Additive, sorgen dafür, dass Diesel bei starken Minusgraden nicht zu Wachs erstarrt. "Wer mit Zusätzen zum Kraftstoff hantiert, sollte aber unbedingt immer die Herstellerempfehlungen beachten. Eine Beimengung von Benzin, wie es früher oft gehandhabt wurde, ist heute nicht mehr zu empfehlen", so der ÖAMTC-Experte.

  • Beim Tanken immer auf qualitativ hochwertigen Dieselkraftstoff achten. Am besten bei der Tankstelle des Vertrauens.

  • Regelmäßig den Diesel-Filter tauschen.

Wenn nichts mehr geht, das Auto abschleppen lassen und in einer Garage oder Werkstatt den gefrorenen Kraftstoff wieder auftauen lassen. Starthilfe mit Starterkabel ist hier absolut fehl am Platz.


Auch in den nächsten Tagen soll die eisige Kälte vor allem im Osten des Landes noch andauern. Der ARBÖ hat daher die folgenden zehnwichtigsten und dringendsten Kältetipps für alle Autofahrer zusammengestellt:

  1. Autos an möglichst windgeschützten Stellen abstellen.

  2. Scheibenwischer wegklappen: das erspart das mühsame Ablösen am nächsten Tag.

  3. Batterien checken: Bei arktischen Temperaturen verlieren auch gut gewartete Batterien an Kraft!

  4. Wer sich mit dem Starten schwer getan hat und / oder Starthilfe in Anspruch nehmen musste, sollte danach immer größere Strecken (acht bis zehn Kilometer) fahren und dabei große Stromverbraucher möglichst ausschalten (z.B. Sitzheizung, Gebläse auf niedriger Gebläsestufe).

  5. Frostschutz in der Kühlerflüssigkeit überprüfen: Ohne genügend Frostschutz besteht die Gefahr, dass das Wasser im Kühlsystem abfriert und es zu gröberen Schäden, auch des Motors kommt.

  6. Dieselfilter überprüfen lassen und schauen, ob dieser getauscht werden muss. Einige Hersteller empfehlen bei so tiefen Temperaturen Fließverbesser, also Dieselzusätze, die eine Paraffinausscheidung verhindern. Bei tiefen Temperaturen kann Diesel "ausflocken" und die Filterporen verstopfen. Mit einem verstopften Dieselfilter kann es passieren, dass das Fahrzeug buchstäblich während der Fahrt "einfriert", also an Fahrt verliert und zum Stehen kommt. Dann muss man das Fahrzeug zum Auftauen in einen wärmeren Raum bringen und unter Umständen den Dieselfilter tauschen.

  7. Türgummi mit Gummi-Konservierungsmitteln einfetten, damit sich die Tür auch nach einer eisigen Nacht ohne Gummischäden öffnen lässt.

  8. Frostschutz in der Scheibenwaschanlage nicht vergessen.

  9. Dem Motor sollte nach dem Kaltstart nicht gleich die volle Leistung abverlangt werden, sondern er sollte zunächst auf Betriebstemperatur gebracht werden. Jedoch nicht, indem man den Motor am Stand laufen lässt. Besser ist es, sofort zügig und mit mittlerer Drehzahl loszufahren. Dadurch werden Kühlwasser, Motor- und Getriebeöl rasch in den richtigen Betriebszustand gebracht.

  10. Das Gebläse mit niedriger Leistung auf die Windschutzscheibe richten. Erst bei Erwärmung des Motors "Orkanstärke" einschalten.

Quelle: ÖAMTC, ARBÖ



 

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