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Ford Fiesta Black Edition im Test

Der bislang stärkste 1,0 Liter-EcoBoost-Motor sorgt beim Fiesta Black Edition und Red Edition für viel Fahrspaß, wie wir in unserem Test feststellen konnten.

16.01.2015

Mit der Red Edition und Black Edition hat Ford den Fiesta in einer sehr sportlichen Version auf den Markt gebracht, welche die Lücke zwischen Fiesta und Fiesta ST schließen soll. Dabei sind die Editions-Modelle optisch dem Fiesta ST schon viel näher, als dem normalen Fiesta. Eine markante Frontschürze, ein auffälliger Dachspoiler, 16"-Leichtmetallfelgen und die Lackierung in Schwarz mit roter Kontrastfarbe beim Black Edition und Rot in schwarzer Kontrastfarbe beim Red Edition prägen den sportlichen Auftritt.

Preislich startet der Fiesta Black Edition bei 21.250 Euro und bietet schon eine sehr gute Serienausstattung. Mit an Bord sind unter anderem schon speziell gestaltete Sportsitze, Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, Klimaanlage, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, 16"-Alufelgen, eine Pedalerie mit Aluminium-Auflagen, ein Dachhimmel aus Webstoff und das schon eingangs erwähnte Styling-Paket, das dem Fiesta die sportliche Optik verleiht.

Optional hatten wir noch die 17"-Leicht- metallfelgen im 8-Speichen-Design, das Winter-Paket und eine Klimaautomatik mit an Bord. Der Gesamtpreis liegt damit bei 22.200 Euro.

So sportlich wie sich der Fiesta von außen zeigt, so sportlich präsentiert sich der Kleinwagen dann auch im Innenraum. Das griffige Sportlederlenkrad gefällt dabei ebenso wie die sehr komfortablen Sportsitze, die perfekten Halt bieten. Die Mittelkonsole ist zwar mit Knöpfen noch etwas überladen, dennoch findet man sich recht schnell zurecht.

Beim Platzangebot kann der Fiesta mit viel Raum für Fahrer und Beifahrer aufwarten, im Fond wird es jedoch etwas enger. Nachdem die Editionsmodelle nur als Coupé verfügbar sind, ist auch der Zugang zum Fond etwas mühsam und wohl nur für Kinder ohne großartige Verrenkungen leicht absolvierbar. Recht großzügig bemessen ist der Kofferraum, der zwischen 295 und 979 Liter Fassungsvermögen bietet.

Wer sich für den Fiesta Black Edition entscheidet, der wird dies aber vermutlich ohnehin eher wegen der sportlichen Gene, als wegen des Platzangebots tun. Unter der Haube schlummert nämlich der bislang stärkste 1,0-Liter EcoBoost 3-Zylinder-Benzinmotor, dessen Leistung nun bei 140 PS (103 kW) liegt.

Mit der Literleistung von 140 PS übertrumpft der kleine Fiesta so manche Sportautos, und die Leistung schaut nicht nur am Papier gut aus. Mit einem maximalen Drehmoment von 210 Nm verfügt der flotte Kleinwagen auch über eine hohe Schubkraft und kann schon vom Start weg mit viel Leistung überzeugen.

Ruft man die volle Leistung ab, entwickelt der 3-Zylinder-Motor einen recht kernigen Klang, der gut zur sportlichen Abstimmung passt. In nur 9,0 Sekunden absolviert man den Sprint von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 201 km/h schnell unterwegs.

Geschaltet wird dabei über ein manuelles Getriebe, das zu unserer großen Überraschung nur über 5 Gänge verfügt. Die Abstufung ist dabei aber sehr harmonisch, und die Gänge lassen sich leicht sortieren. Der höchste Gang wird dabei schon recht früh eingefordert, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Der Vorteil liegt in einem sehr sparsamen Betrieb in der Stadt und darin, dass man bei Überlandfahrten in einem höheren Drehzahlbereich ist, wo man ohne Zurückschalten bequem und mit genügend Kraftreserven überholen kann. Als Nachteil hat man bei Autobahntempo ein etwas höheres Geräuschniveau, und auch der Verbrauch steigt durch die höheren Drehzahlen deutlich an.

Die vom Werk versprochenen 4,5 Liter sind dabei kaum zu schaffen, wir haben bei der Fahrzeug-auslegung entsprechender Fahrweise rund 6,4 Liter benötigt. Der Motor punktet damit nicht gerade mit viel Sparsamkeit, dafür aber mit viel Fahrspaß. Denn neben den sehr guten Fahrleistungen kann der Fiesta auch mit einem hohen Maß an Sportlichkeit bei Fahrwerk und Federung überzeugen.

Das Sportfahrwerk passt zum Gesamtpaket sehr gut und verstärkt die ohnehin schon gute Straßenlage nochmals spürbar. Dank der direkten Lenkung lässt sich der Fiesta beherzt über kurvige Straßen jagen, wie man es sonst nur von reinrassigen und meist stärkeren und teureren Sportautos gewohnt ist. Die Kraft wird dabei sehr gut auf die Vorderräder übertragen, man hat keinesfalls das Gefühl, dass der Fiesta die Kraft nicht recht auf die Straße bekommt.

Mit einem Leergewicht von knapp über 1.000 Kilogramm ist der Fiesta zudem angenehm leicht und dadurch auch besonders agil. Trotz Sportfahrwerk ist er aber nicht zu hart ausgelegt, so dass man ihn auch für den täglichen Bedarf perfekt einsetzen kann, und auch weite Strecken können ohne Rückenschmerzen gut absolviert werden.

Der Fiesta Black Edition ist auf jeden Fall eine sehr interessante Alternative für jene, denen der ST zu stark und teuer ist, die dabei aber nicht auf viel Fahrspaß verzichten möchten. Seine gute Ausstattung und der faire Preis sprechen ebenfalls für den Fiesta, der sich in unserem Test als spaßiger Begleiter durch den Alltag präsentiert hat.

Was uns gefällt:

die gute Straßenlage, die Sicherheits- ausstattung, das Preis/Leistungs- verhältnis, der spritzige Motor, der Türkantenschutz

Was uns nicht gefällt:

die Durchzugskraft im 5. Gang, dass der Verbrauch doch deutlich höher als versprochen ist

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum: 2
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 2-

TIPP: Mehr Ford News und Tests, aktuelle Ford Gebrauchtwagen sowie die Ford Händler in ganz Österreich finden Sie hier.

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