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Ford Edge Vignale 2,0 TDCi im Test

Mit dem Edge Vignale hat Ford auch eine Luxusversion des Edge im Programm. Wir haben getestet, wie viel Premium-Feeling der noble Ford bietet.

04.04.2018

Der Ford Edge ist die größte SUV-Baureihe von Ford in Europa und sticht auch ein halbes Jahr nach seiner Premiere noch immer positiv aus der Masse der Fahrzeuge auf unseren Straßen hervor. Ganz besonders wenn es sich, wie bei unserem Testauto, um den Edge Vignale handelt, der mit seinem eleganten und dennoch immer noch sehr dynamischen Auftritt die Blicke auf sich zieht. Zu erkennen ist er nobelste Ford Edge an den großzügig über die Karosserie verteilten "Vignale"-Schriftzügen und auf Wunsch auch an der speziellen Lackierung "Nerissimo", die auch unser Testfahrzeug hatte.

Preislich startet der Ford Edge Vignale bei 56.500 Euro, der von uns getestete 210 PS starke Diesel kommt inklusive Automatik und Allradantrieb auf 62.000 Euro. Im Preis enthalten ist aber auch schon eine überaus gute Serienausstattung, die unter anderem adaptive LED-Scheinwerfer inkl. Fernlichtassistent, ein lederbezogenes Armaturenbrett, Chrom umfasste Auspuffrohre, Premium-Lederpolsterung "Windsor", das Sony Navigationssystem inkl. Ford SYNC 3 mit 8"-Touchscreen und Navi, 20"-Alufelgen, Ford Key Free-System, beheizbares Lederlenkrad, Sitzheizung, Tempomat und noch vieles mehr beinhaltet.

So bleibt nur noch wenig Raum für Optionen, unter anderem hatten wir noch Gurtairbags für die äußeren hinteren Sitze, eine Scheinwerfer-reinigungsanlage, die Spezial-Metallic-Lackierung Nerissimo, die adaptive Lenkung, das sportlich abgestimmte Fahrwerk und klimatisierte Vordersitze mit an Bord. Der Gesamtpreis liegt damit bei 64.375 Euro, was in dieser Klasse als absolute Okkasion gesehen werden kann.

Im Innenraum erwartet die Passagiere ein wirklich luxuriöses Ambiente, die Lederausstattung des Edge Vignale wirkt überaus hochwertig und der Arbeitsplatz des Fahrers zeigt sich übersichtlich und modern gestaltet. Man findet sich auf Anhieb zurecht und wird von jeder Menge Luxus verwöhnt. Der 8"-Touchscreen ist dabei sehr intuitiv zu bedienen und ermöglicht auch per Knopfdruck verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, wie etwa für die Lenkradheizung oder die klimatisierten Sitze.

Durch die überaus dynamische Linienführung wirkt der Edge auf Fotos sehr kompakt, in Echt zeigt sich aber erst, dass er wirklich groß ist, was sich auch positiv auf das Platzangebot im Innenraum auswirkt. Selbst in der zweiten Reihe stehen noch fürstliche Platzverhältnisse zur Verfügung, und auch die Fondpassagiere können sich über ein sehr bequemes Gestühl freuen. Noch bequemer sind aber die klimatisierten Sportledersitze von Fahrer und Beifahrer. Dafür gibt es als Innovation auch im Fond Gurtairbags, die man selbst bei deutschen Premium-Anbietern noch nicht findet.

Mit einem Fassungsvermögen von 602 bis 1.847 Litern zeigt sich auch das Kofferraumvolumen überaus großzügig dimensioniert. Sehr praktisch ist auch die elektrische Heckklappe, die sich sogar via "Fußkick" unterhalb des Stoßfängers öffnen lässt. Im Innenraum bietet der Ford Edge Vignale somit nicht nur Premium-Feeling, sondern kann auch mit viel Platz überzeugen.

Beim Antrieb bleibt man auf den ersten Blick mal eher skeptisch, wenn man nur die nackten Zahlen am Papier betrachtet. Der 480 cm lange SUV muss mit einem 2,0 Liter 4-Zylinder-Dieselmotor mit einer Leistung von 210 PS (155 kW) das Auslangen finden, was auf den ersten Blick nicht gerade übermotorisiert wirkt, schon gar nicht in der Premium-Liga, wo der Edge Vignale mitspielen möchte.

Im Fahrbetrieb zeigt sich der Edge mit diesem Motor aber als sehr angenehmes Reisefahrzeug. Er ist sicher nicht der sportlichste Vertreter seiner Klasse, dafür aber eines der Modelle mit dem höchsten Fahrkomfort. Trotz Sportfahrwerk ist die Federung nämlich überaus komfortabel, dennoch liegt der Edge Vignale gut auf der Straße und lässt sich dank der Direktlenkung sehr fein dirigieren. Bodenunebenheiten kann der Ford perfekt wegfiltern, und man fühlt sich auch auf der Langstrecke sehr wohl. Ein Highlight ist dabei die Geräuschdämmung. Durch die "Active Noise Control" dringen keine störenden Fahr- und Motorgeräusche an die Ohren der Passagiere, selbst bei hohem Autobahntempo kann man sich noch fast flüsternd im Innenraum unterhalten. Die Motorleistung ist dabei stets ausreichend, wer die volle Leistung abruft, sprintet in 9,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 211 km/h schnell unterwegs.

Gut zur komfortablen Auslegung des Edge Vignale passt die 6-Gang-PowerShift-Automatik, die mit sehr sanften, jedoch nicht sehr schnellen Schaltvorgängen überzeugen kann. Dennoch bleibt die Automatik einer der wenigen Bereiche, wo der Edge Vignale nicht in der derzeitigen Premium-Liga mitspielt, wo zurzeit meistens 8 Gänge bei Automatik-Modellen obligatorisch sind. Mehr Gänge würden dabei auch die Sparsamkeit fördern, denn an die vom Werk versprochenen 5,9 Liter Durchschnittsverbrauch kommt man im realen Betrieb nie heran. Wir sind bei durchaus gemütlicher Fahrweise auf rund 8,8 Liter gekommen. Immerhin müssen auch mindestens 2 Tonnen Fahrzeuggewicht bewegt werden, was man im Fahrbetrieb kaum merkt, dafür aber beim Verbrauch.

Auch beim Rangieren in der Stadt und in engen Parkgaragen merkt man wieder deutlich die Größe des Edge, obwohl er trotz dynamischer Linienführung sehr übersichtlich ist. Die Rückfahrkamera hilft zudem beim Rangieren, und auch eine Einparkhilfe vorne und hinten ist mit an Bord. Durchwachsen ist unsere Bilanz bezüglich der Sicherheitsausstattung. Auf der einen Seite verfügt der Edge über ein Kollisionswarnsystem, Müdigkeitswarner und Spurhalteassistent, ein adaptiver Tempomat und Totwinkel-Warner sind aber auch im Topmodell nur gegen Aufpreis erhältlich.

In unserem Test hat der Ford Edge Vignale durchaus gezeigt, dass er es mit den deutschen Konkurrenten in der Premium-Liga aufnehmen kann. In manchen Details ist er dem Mitbewerb unterlegen, in anderen aber wieder deutlich überlegen. Auf jeden Fall ist der Ford Edge Vignale eine überaus interessante Alternative, seine Stärken liegen dabei eindeutig im Komfort-Bereich.

Was uns gefällt:

Die Geräuschdämmung, das Design, der Fahrkomfort, die Ausstattung, das Platzangebot, die Lenkung, die Sitze

Was uns nicht gefällt:

Die Automatik könnte mehr Gänge vertragen

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

Tipp: Mehr Ford News und Tests sowie die Ford Händler in Österreich finden Sie hier.

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