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Der Ford EcoSport im Test

Ford hat seinem kleinsten SUV, dem EcoSport, eine Rundumauffrischung verpasst. Was genau dahinter steckt, lesen Sie hier.

23.12.2016

Wir haben uns für diesen Test nicht nur die Version mit dem 1,0-Liter-EcoBoost Motor samt 140 PS ausgesucht, sondern diese gleich mit der Topausstattung mit dem sportlichen Etwas namens "Titanium S" kombiniert. Kenner des EcoSport fällt bei der Neuauflage eines gleich auf: Das Reserverad an der Schwingtür ist verschwunden. Wer dies tatsächlich vermisst bzw. dem Reparatur-Kit nicht traut, kann es jedoch als Option um 200 Euro wieder mit Abdeckung in Wagenfarbe montieren lassen.

Preislich startet der Ford bei knapp 20.000 Euro. Die Titanium S-Ausstattung beginnt bei 22.700 Euro, in Kombination mit dem starken EcoBoost legt man dann 23.200 Euro auf den Ladentisch. Ein Preis, der uns positiv überrascht. Dafür erhält man nämlich auch ein großes Grundpaket an Sicherheits-und Komfortkomponenten. Aufbauend auf der Titanium-Ausstattung, die unter anderem einen schlüssellosen Zugang und Start per Knopfdruck sowie eine Leder-Stoffpolsterung bietet, ergänzt die "S"-Variante vor allem optische Features. Diese verleihen dem EcoSport ein noch dynamischeres Aussehen. Die Außenspiegel und das Dach sind in Schwarz-Metallic lackiert, was einen fetzigen Kontrast zu dem doch eher zitronigen Sahara-Gelb darstellt. Dafür gibt es keine Dachreling wie bei den anderen Ausstattungen.

Seine schwarzen Leichtmetallfelgen mit einer Bereifung von 205/50 R17 passen dem SUV ebenfalls sehr fesch. Fast schon zum State-of-the-Art gehören die abgedunkelten Seiten- bzw. Heckscheiben. Aus der Titanium-Ausstattung gibt es für den "Offroad-Look" noch eine mattsilberne Unterfahrschutzblende vorne und hinten sowie Nebelscheinwerfer mit Chromumrandung.

Nachdem S für Sportlichkeit steht, hat Ford diesem EcoSport eine verbesserte Fahrdynamik angedeihen lassen.Ganze 10 mm tiefer liegt der SUV nun auf der Straße. Darüber hinaus freut man sich über eine verbesserte ESP-Konfiguration mit optimierter Dämpfung. Zusätzlich wurde die elektromechanische EPAS-Servolenkung ebenfalls noch sportlicher ausgelegt, was im Fahrbetrieb positiv bemerkbar ist.

Der neue EcoSport besitzt aber auch neue Features im Innenraum. Spezialität beim Titanium S ist das Sony-Audio-System, das nicht nur DAB-fähig ist, sondern dank Ford SYNC zusätzliche AppLink-Funktionen bereithält. So liest das System einlangende SMS auf Wunsch vor und schreibt gleich via Sprachsteuerung die passende Antwort zurück - einfach unkompliziert. Mit der Koppelung des Telefons wird gleichzeitig ein elektronischer Notruf-Assistent aktiviert. Lediglich das 4 Zoll-Farbdisplay mit 10 cm-Diagonale ist für unseren Geschmack ein wenig zu spartanisch.

Nachdem Ford für den EcoSport nur vier zusätzliche Ausstattungs- pakete bereithält, sind wir mit unserer Optionsliste ebenfalls im angenehm überschaubaren Bereich. Unser Testfahrzeug wurde zum einen mit dem Komfort-Paket und zum anderen mit dem Winter-Paket zusätzlich bestückt. Im Komfort-Paket für 350 Euro genießt der Fahrer den Luxus eines Regen- bzw. Lichtsensors sowie eines Tempomats und eines automatisch abblendenden Innenspiegels. Das Winter-Package verwöhnt um 300 Euro mit einer beheizbaren Frontscheibe, die angefrorene Scheiben in wenigen Sekunden tauen lässt. Hinzu kommen beheizbare Vordersitze sowie lackierte Außenspiegel, die elektrisch einstell- und beheizbar sind.

Da die Maße des EcoSport zwar sehr kompakt sind, er aber dennoch aufgrund der SUV-Bauweise etwas unübersichtlich ist, weiß man die Parksensoren hinten wie auch die Kamera bald zu schätzen. Besonders, da die Hecktür ja einen Schwenkbereich benötigt und man mit der Kamera diesen noch besser abmessen kann. Insgesamt beläuft sich damit der Gesamtwert des Testfahrzeugs auf 24.530,50 Euro.

Die Überarbeitung des EcoSport im Innenraum kann sich ebenfalls sehen lassen. Ins Auge sticht die wuchtige Mittelkonsole, die mit der integrierten Multimediaanlage optisch neue Designwege geht. Relativ große, schwarz lackierte Luftausströmer sorgen für eine rasche Klimatisierung, passen aber ebenfalls in das Gesamtbild des Interieurs. Wertig aussehende, pflegeleichte Kunststoffoberflächen machen den EcoSport absolut alltagstauglich. Überhaupt fühlt man sich gleich nach dem Einsteigen in ihm wohl. Der kleine Kompakt-SUV bietet einen angenehmen Sitzkomfort vorne mit großzügiger Kopf-und Beinfreiheit.

Für einen noch angenehmeren Fahrkomfort hat ihm Ford ein neues Lenkrad verpasst. Dieses liegt gut in der Hand und kommt auch beim Focus zum Einsatz. Komfortabel wurde ebenfalls die Mitreisemöglichkeit im Fond ausgelegt. Hier verzichtet der Hersteller auf die fast schon übliche Mittelarmlehne, was der dritten Person in der Mitte das Mitfahren deutlich bequemer macht. Für ausreichend Kopf- und Schulterfreiheit ist dank der SUV-Bauform ebenfalls gesorgt.

Das Laderaumvolumen beginnt beim EcoSport bei 325 Litern und endet bei 1.238 Litern, wobei zwischen den Radkästen immerhin 95 cm breite Ladegüter Platz fassen. Dass die Hecktür eine größere Gepäckraumöffnung ermöglicht und damit den EcoSport als Partner für so manche Freizeitbeschäftigung auszeichnet, ist offensichtlich. Bei der Parkplatzsuche in der Stadt schränkt dies die Auswahl jedoch auf Schrägparkplätze ein.

Doch kommen wir nun zur Motorisierung: Unser Ford besitzt den 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Motor, der 140 PS (!) liefert. Diese doch relativ hohe PS-Zahl kombiniert mit dem sehr kleinen Hubraum machte uns skeptisch. Also ging es ans genaue Testen. Die drei Zylinder erkennt man gleich an der typisch rauen Laufkultur, was aber nicht wirklich stört. Im normalen Alltagsbetrieb zunächst vorwiegend in der Stadt weiß der EcoSport durch das turbogeladene Ansprechverhalten zu überzeugen. Bei Geschwindigkeiten zwischen 30 und 60 km/h fährt man angenehm im Verkehr mit. Doch hat man etwas Auslauf, merkt man die Belastungsgrenze des Ein-Liter-Aggregats. Den Sprint auf 100 km/h gibt Ford mit 11,8 Sekunden an.

Leistet zunächst der Turbo noch gute Dienste, muss man den Motor ordentlich drehen, um die 140 PS auszuschöpfen. Diese erreicht er nämlich erst bei 6.000 Touren. Eine Drehzahl, die man als Alltagsfahrer, der seinen Schaltpunkt bei 2-3.000 Umdrehungen ansetzt, selten wählt. Das 5-Gang-Schaltgetriebe wurde gut auf den Motor abgestimmt und lässt selbst auf der Autobahn einen 6. Gang nicht vermissen. Die Höchstgeschwindigkeit beim EcoSport liegt bei 185 km/h. Erstaunlich ist der Verbrauch des SUV. Während unserer Testphase bewegten wir den EcoSport in einem Bereich von 6,5 Litern.

Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass Ford die Überarbeitung des EcoSport durchaus gelungen ist. Gefälliges Design und ein gutes Innenraumkonzept machen den Kompakt-SUV in Kombination mit dem niedrigen Preis zu einem idealen Alltagsgefährten für all jene, die hohe Sitzpositionen schätzen, aber keine riesigen Autos fahren wollen. Der Motor ist eher Geschmackssache, seine 140 PS könnten ruhig mehr Hubraum vertragen. Dies gleicht der EcoSport jedoch mit dem sparsamen Verbrauch aus.

Was uns gefällt:

Design, Preis, Verbrauch

Was uns nicht gefällt:

Hubraumschwacher Motor bringt die PS nicht glaubwürdig herüber

Testzeugnis: 

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2
Kofferraum: 1-
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 2

Tipp: Mehr Ford News und Tests, aktuelle Ford Gebrauchtwagen sowie die Ford Händler in Österreich finden Sie hier.

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