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Fahrradträger am Auto : Infos und Tipps

Tipps zur richtigen Montage von Fahrrädern und Fahrradträgern


05.07.2010

Bildquelle: ÖAMTC
Das Fahrrad wird immer beliebter - ob für den Freizeitsport oder als Verkehrsmittel. Logisch, dass der Drahtesel auch im Urlaub nicht fehlen darf. Für den Transport mit dem Auto braucht man einen passenden Fahrradträger, den man auch richtig auf dem Auto montieren sollte. "Leider kommt es gar nicht so selten vor, dass Fahrräder zum Teil samt Dachträger verloren gehen und dabei stark beschädigt werden," sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass nachkommende Autofahrer zu Schaden kommen. Angesichts der heutigen Preise für hochwertige Räder stellt der Radtransport zusätzlich ein erhebliches finanzielles Risiko dar. Doch wer haftet, wenn beim Fahrradtransport ein Unfall passiert? Der ÖAMTC-Jurist fasst zusammen, was man als Lenker wissen sollte:

  • Keine Transportversicherung. Bei vielen Betroffenen herrscht die Meinung vor, dass im Rahmen der Kfz-Haftpflichtversicherung die Räder ohnedies versichert wären. "Ein weit verbreiteter Irrtum, wie so mancher Leidtragende schon feststellen musste", sagt Hoffer. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist nämlich keine Transportversicherung und deckt daher solche Schäden nicht. Fahrzeuginsassen können sich nur mit Ansprüchen wie Schmerzensgeld, Verdienstentgang, Pflegekosten etc. an die Haftpflichtversicherung des Autohalters wenden. Darüber hinaus deckt diese Versicherungssparte bei einem Unfall nur jene Sachen, die der Fahrgast unmittelbar mit sich führt oder an sich trägt.

  • Beschädigt ein vom Autodach herabfallendes Fahrrad ein nachkommendes Auto, ist die Kfz-Haftpflichtversicherung voll eintrittspflichtig. "Das gilt auch, wenn Insassen im vom Fahrrad getroffenen Auto Verletzungen erleiden", erklärt der ÖAMTC-Jurist.

  • Gelegentlich kommt es vor, dass nicht die Fahrräder mangelhaft oder schlampig befestigt werden, sondern der Dachträger untauglich ist. Denkbar wären beispielsweise irgendwelche Material- oder auch Konstruktionsfehler. "Es wird nicht ganz einfach sein, das Vorliegen solcher Mängel zu beweisen", sagt der ÖAMTC-Jurist. Sollte sich jedoch ein derartiger Verdacht bestätigen, könnten im Rahmen der Produkthaftung Ersatzansprüche direkt gegen den Händler, Importeur oder auch Hersteller des Dachträgers geltend gemacht werden.


Tipps für die richtige Montage von Fahrradträgern und Rädern

Damit es erst gar nicht zu Beschädigungen oder gar Unfällen kommt, hat ÖAMTC-Techniker Thomas Stix einige Tipps für die Montage von Fahrradträgern und Rädern am Auto:

  • Bewegliche Teile (Fahrradpumpe, Kotschützer, Sattelpacktaschen etc.) abnehmen und in den Kofferraum geben. Sie könnten sich sonst während der Fahrt lösen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

  • Nach ein paar hundert Metern Fahrt kurz stehenbleiben und die Spannung der Spannbänder überprüfen. Auch die korrekte Montage des Dachträgers am Grundträger kontrollieren. "Vor allem bei der ersten Montage könnten sich Schrauben lockern. Die müssen dann nachgezogen werden ", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

  • Mit Lasten am Dach verändert sich das Fahrverhalten des Autos. Deshalb gilt hier das bewährte Motto: gleiten statt hetzen.

  • Mit Fahrrad am Dach ist die Einfahrt in Tiefgaragen kaum möglich. Daher die Räder herunternehmen, damit es nicht zu Schäden an Auto, Rad oder an der Garage kommt.

  • Nicht vergessen sollte man, dass ein Fahrradträger am Dach den Spritverbrauch um etwa 10 Prozent in die Höhe treibt. "Deshalb demontiert man den Träger aus Ersparnisgründen am besten, wenn er nicht gebraucht wird", empfiehlt der ÖAMTC-Experte.

Quelle: ÖAMTC

 

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