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Wo und wie darf mit dem Fahrrad auf der Straße gefahren werden?

Bei Trainingsfahrten mit Rennrädern ist das Nebeneinander fahren auf der Fahrbahn erlaubt.


20.07.2010

Konflikte zwischen Autofahrern und Radfahrern sind ein Dauerbrenner auf den heimischen Straßen. "Grundsätzlich gilt das Prinzip Hausverstand: Alle Verkehrsteil-nehmer müssen aufeinander Rücksicht nehmen und bereit sein, sich in den anderen hineinzuversetzen. Bei Konflikten ist Deeskalation immer der beste Weg", appelliert ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer an beide Seiten. Auseinandersetzungen entstehen oft, weil die Verkehrsteilnehmer die jeweiligen gesetzlichen Vorschriften nicht genau kennen. Der ÖAMTC fasst daher die wichtigsten Bestimmungen für Radfahrer nochmals zusammen.

Folgende Verkehrsflächen sind für Fahrradfahrer vorgesehen:

  • Radfahranlagen (außer mit mehrspurigen Fahrrädern und mit Anhängern, die breiter als 80 cm sind): das sind Radweg, Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, Geh- und Radweg sowie Radfahrerüberfahrt.

  • Die Fahrbahn, außer bei Vorhandensein einer Radfahranlage. Eine Ausnahme von dieser Benützungspflicht gibt es allerdings bei Rennrädern, wenn eine Trainingsfahrt durchgeführt wird. "Damit will man den Rennsport fördern. Die Kriterien für Trainingsfahrten sind z. B. Ausrüstung und Sportgeräte wie bei einem Rennen", erklärt der ÖAMTC-Chefjurist. "Im Ernstfall muss die Behörde entscheiden, ob diese Rahmenbedingungen gegeben waren." Gegen eine Einbahn darf nur gefahren werden, wenn das ausdrücklich beschildert ist. Wohnstraßen dürfen auch ohne Beschilderung gegen die Einbahn befahren werden, aber nur mit Schrittgeschwindigkeit.

  • Fußgängerzonen: dürfen nur dann in Schrittgeschwindigkeit durchfahren werden, wenn das durch Beschilderung ausdrücklich erlaubt ist.


Folgende Verkehrsflächen dürfen nicht mit Fahrrädern befahren werden:

  • Gehsteig (Ausnahmen: zum Queren im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz sowie Kinderfahrrad unter Begleitung), Gehweg, der für Fußgänger bestimmte Teil eines (getrennten) Geh- und Radweges, Autobahn sowie Autostraße.


Vorrangregeln für Radfahrer

"Die gängigen Vorrangregeln sowie Beschilderungen mit Dreieck oder Stopptafel gelten auch für Radfahrer", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Achrainer. "Nur bei Radfahrerüberfahrten gibt es besondere Regeln." Nämlich einen Vorrang für den Radfahrer von rechts und links - solange er sich auf der Radfahrerüberfahrt befindet - und eine Wartepflicht, wenn ein Radfahrer eine Radfahranlage verlässt oder diese endet.

"Nebeneinander fahren ist nur auf Radwegen, in Wohnstraßen und bei Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern erlaubt, sofern man nicht über die gedachte Mittellinie kommt", erklärt Achrainer. Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit wissen 40 Prozent der befragten Rennradfahrer über diese Erlaubnis des Nebeneinander fahren auf der Straße Bescheid, bei den Autofahrern hingegen wissen drei von vier Lenkern nicht über diese Regelung Bescheid. Das Nebeneinander fahren von Radfahrern zählt zu den typischen Situationen, die Autofahrer auf die Palme bringen, da sie ihrer Ansicht nach die Fahrbahn blockieren.

Quelle: ÖAMTC, KfV


 

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