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AK-Test: Kosten für den B-Führerschein im Vergleich

Preisersparnisse möglich, jedoch Preisvergleiche schwierig

31.07.2008

Die Gesamtausbildung für den B-Führerschein kostet durchschnittlich 1.550 Euro - hinzu kommen noch bis zu 250 Euro für Lernunterlagen, Erste Hilfe-Kurs, Arzt und Behörden. Damit kostet der Führerschein um ein Drittel mehr, als das mittlere monatliche Nettoeinkommen (1.300 Euro). Das zeigt eine bundesweite AK Erhebung (außer OÖ) bei knapp 320 Fahrschulen. "Preisersparnisse sind möglich", sagt AK Wirtschaftsbereichsleiterin Kubitschek, "aber Vergleiche sind aufwändig und schwierig, weil Endpreis nicht gleich Endpreis ist." Denn: Fahrschulen bieten bundesweit kaum vergleichbare Ausbildungspakete an. Außerdem hängt der Endpreis davon ab, wie viele Zusatzfahrstunden ein Fahrschüler nehmen muss, um prüfungstauglich zu sein, und wie viel die zweite Phase kostet. "Der Führerschein ist Luxus, wo ohnehin in den letzten Monaten das Leben so extrem teuer geworden ist", sagt Maria Kubitschek.

Was kostet der B-Führerschein inklusive zweiter Phase (gerechnet mit 18 Fahrstunden):

Bundesland
billigster Schein
teuerster Schein
Differenz
Durchschnitt
Wien
1.204 Euro
1.583 Euro
379 Euro
1.482 Euro
Burgenland
1.360 Euro
1.661 Euro
301 Euro
1.515 Euro

1.327 Euro
1.895 Euro
568 Euro
1.685 Euro
Steiermark
1.089 Euro
1.800 Euro
711 Euro
1.467 Euro
Kärnten
1.360 Euro
1.679 Euro
319 Euro
1.545 Euro
Salzburg
1.365 Euro
1.703 Euro
338 Euro
1.516 Euro
Tirol
1.213 Euro
1.715 Euro
502 Euro
1.482 Euro
Vorarlberg
1.560 Euro
1.771 Euro
211 Euro
1.706 Euro
                           

Vorarlberg, Niederösterreich und Kärnten haben österreichweit die höchsten Durchschnittspreise. Zwischen der teuersten Fahrschule in Niederösterreich und der günstigsten in Graz liegen mehr als 800 Euro. Selbst innerhalb eines Bundeslandes können die Preisunterschiede beträchtlich sein: So beträgt die Differenz in der Steiermark zwischen billigstem Ausbildungsangebot in Graz und teuerstem in Kindberg 711 Euro.

"Preisvergleiche lohnen sich, auch in der näheren Umgebung oder in einem anderen Bundesland", sagt Kubitschek, "aber man braucht Zeit und muss genau fragen." Denn Fahrschulen bieten unterschiedliche Mindestpakete an - gesetzlich vorgeschrieben sind nur zwölf Fahrstunden - "je nach Können und Fortschritt des Fahrschülers" können noch zusätzliche Fahrstunden anfallen. Bei durchschnittlich rund 50 Euro pro Stunde kann das den Preis in die Höhe treiben. Und: Hinzu kommt noch die zweite Phase, die meist nicht im Gesamtpreis enthalten ist. Laut AK Test nutzen 96 Prozent der Fahrschulen das Web, aber nur 45 von 307 Homepages - 18 in Wien - geben Preise zumindest für die erste Phase richtig an.

AK Tipps

  • Machen Sie sich die Mühe, rufen Sie bei mehreren Fahrschulen an und erfragen Sie genau die Gesamtkosten der Führerscheinausbildung, was alles enthalten ist, wie viele Fahrstunden dabei sind. Immerhin gibt es Preisunterschiede von bis zu 800 Euro.

  • Vorsicht: Wenn Führerscheinpreise auf den ersten Blick oft sehr günstig erscheinen, kann das auch daran liegen, dass im Preis die zweite Phase nicht enthalten ist.

  • Erkundigen Sie sich nach Kosten der praktischen Fahrstunden und Lernunterlagen.

  • Achten Sie darauf, dass im Komplettpreis nicht immer alle Leistungen - wie Anmeldegebühren oder Versicherungsgebühr - angegeben sind.

Die aktuelle Erhebung finden Sie im Internet auf der Webseite der Arbeiterkammer.

Quelle: AK Wien



 

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