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Wer im Auto nicht angeschnallt ist, riskiert sein Leben

Statistik belegt, dass Gurtenmuffel ihr Schicksal zehnfach herausfordern


16.07.2008

Besonders in der sommerlichen Hitze reißt eine Unsitte ein, die für Autofahrer zur Lebensbedrohung werden kann: Der Sicherheitsgurt wird nicht angelegt. Sei es aus Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit oder Coolness - die Lenker setzen ihr Leben aufs Spiel. "Die Unfallstatistik des Vorjahres zeigt, dass der Gurt eindeutig Leben retten kann", sagt Dora Donosa, Verkehrspsychologin des ÖAMTC.

Im vergangenen Jahr wurden bei Unfällen insgesamt knapp 31.000 Pkw-Insassen verletzt, 378 starben im Auto - 291 Personen davon waren Lenker, 87 Personen Mitfahrer. 45 Prozent der getöteten Pkw-Lenker waren zum Zeitpunkt des Unfalles nicht angeschnallt, 2006 waren es 40 Prozent. "Fatalerweise sind sogar einige Menschen davon überzeugt, dass der Gurt sich bei einem Unfall nachteilig auswirkt", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Richtig ist aber vielmehr, dass der Gurt die Überlebenschancen dramatisch erhöht. 2007 starben knapp 1 Prozent der verunglückten Lenker, die zum Unfallzeitpunkt angeschnallt waren. Von jenen Verunglückten, die zum Unfallzeitpunkt nicht angeschnallt waren, waren es fast 10 Prozent, die tödlich verletzt wurden - und damit 10 Mal so viele.


Die beliebtesten Ausreden der Gurtenmuffel und warum sie nicht gelten:

  • "Ich habe vergessen." - "Wer den Gurt konsequent verwendet, ist so daran gewöhnt, dass ihm körperlich etwas fehlt, wenn der Gurt nicht angelegt ist. Man vergisst ja auch nicht darauf, sich Schuhe anzuziehen, bevor man aus dem Haus geht", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

  • "Mir passiert schon nichts, ich bin eh ein guter Autofahrer." - Selbst wenn man meint, der "beste" Autofahrer zu sein, ist man nicht allein auf der Straße, auch andere können Fehler machen.

  • "Ich habe acht Airbags im Auto." - Der Airbag kann nur in Verbindung mit dem Sicherheitsgurt seine volle Wirkung entfalten.

  • "Für kurze Strecken zahlt sich das Anschnallen nicht aus." Ungebremste Unfälle geschehen gerade im innerstädtischen Bereich und bei geringen Geschwindigkeiten.

  • "Ich kann mich ja abstützen." - "Das ist rein physikalisch unmöglich. Bei einem Aufprall mit einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern steigt das Körpergewicht bis auf das 20fache an", sagt Donosa. 75 kg würden so zu einem Gewicht von 1,5 Tonnen anwachsen.

Das Nichttragen des Sicherheitsgurtes kann 35 Euro - im schlimmsten Fall aber das Leben - kosten. Deshalb appelliert die ÖAMTC-Expertin an alle Fahrer und Mitfahrer, den Sicherheitsgurt aus Überzeugung zu verwenden. Zur Verantwortung des Lenkers gehört auch, sich vor Fahrtantritt zu vergewissern, dass alle Mitfahrer angeschnallt sind. Und: Kinder müssen immer in einem der Größe und dem Gewicht des Kindes geeigneten Kindersitz transportiert werden.

Quelle: ÖAMTC



 

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