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Auto-Leasing : Bei Null-Prozent bleibts nicht

Durch Zusatzspesen und Steuern erhöhen sich die Finanzierungskosten

10.04.2008

Die AK warnt vor Null-Prozent-Angeboten beim Auto-Leasing in der Werbung einiger Autofirmen. Das Abstottern des Autopreises ist zwar zinsenfrei - aber Zusatzspesen und Steuern können schon anfallen. Und dadurch wird's teurer! AK Konsumentenschützer Christian Prantner rät: "Konsumenten sollen sich den Leasingvertrag genau durchlesen und auch auf das Kleingedruckte achten."

Die AK hat in ihrer Konsumentenberatung immer wieder Anfragen zu Kfz-Leasingangeboten. Das Beispiel von Franz M. zeigt: Er wählte ein Null-Prozent-Angebot für sein Auto-Leasing. "Null-Prozent-Leasing heißt, die Rückzahlung ist zinsenfrei, aber Zusatzspesen können schon verrechnet werden und den ursprünglich Kaufpreis verteuern", sagt Prantner. Herr M. hatte beim Autohändler einen Kaufpreis von 13.990 Euro ausgemacht mit einer vorgegebenen maximalen Laufzeit von 24 Monaten. Die Gesamtbelastung - Summe aller Zahlungen an die Leasinggesellschaft - machte 14.139,92 Euro aus. Darin enthalten sind auch 150 Euro Bearbeitungsgebühr. Zusätzlich fällt noch eine gesetzliche Leasingvertragsgebühr von 61,17 Euro an. Letztendlich zahlte Herr M. 14.209,09 Euro. Im konkreten Fall machten Spesen und Gebühren zu Vertragsbeginn rund 1,5 Prozent des Kaufpreises aus. Der verlangte Restwert betrug rund 63 Prozent des Kaufpreises. Für Herrn M. bedeutet das, dass am Ende der Laufzeit ein recht hoher Betrag fällig wird, wenn er das Auto kaufen will.


Tipps der AK Konsumentenschützer zum Auto-Leasing:

  • Nehmen Sie Leasing-Sonderangebote ("Null-Prozent-Leasing") oder Null-Euro-Anzahlung genau unter die Lupe. Achten Sie auf den Basispreis der Finanzierung (Kaufpreis oder Listenpreis) und allfällige Bearbeitungsgebühren. Beim Null-Prozent-Leasing gibt es zumeist fix vorgegebene Laufzeiten, z.B. 24 oder 36 Monate. Auch die Höhe des Restwertes und der Anzahlung sind nicht immer frei wählbar.
  • Beachten Sie vor allem die Höhe des Restwertes und die Modalitäten, wenn Sie beispielsweise zu Vertragsende das Auto nicht kaufen, sondern an den Händler zurückgeben. Achten Sie darauf, dass der Restwert mit dem voraussichtlichen Wert des Autos bei Vertragsablauf abgestimmt wird (in der Eurotax-Liste können Sie den Autowert sehen).
  • Beachten Sie die Höhe der Gesamtbelastung (also Summe aller Zahlungen an die Leasingfirma während der Laufzeit) und vergleichen Sie danach die Angebote.
  • Verhandeln Sie Zinsen und Bearbeitungsspesen.
  • Eine vorzeitige Vertragsauflösung bei Leasingverträgen - Diebstahl, Totalschaden - kann zu groben finanziellen Nachteilen führen.
  • Achten Sie darauf, dass der Restwert mit dem voraussichtlichen Wert des Autos bei Vertragsablauf abgestimmt wird (in der Eurotax-Liste können Sie den Autowert sehen).
  • Kaskoversicherung: Prüfen Sie die Tarife und vergleichen Sie sie mit anderen Offerten. Üblicherweise verlangt die Leasingfirma den Abschluss einer Vollkaskoversicherung.
  • Bei einem Kostenvergleich zwischen Kredit und Leasing: Vergessen Sie bei einem Gesamtvergleich nicht auf die angebotenen Versicherungstarife.

Quelle: AK Wien



 

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