Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Sparpotential Auto-Kosten

Wieviel der fahrbare Untersatz tatsächlich kostet


19.12.2011

Ende 2010 waren in Österreich mehr als sechs Millionen Kraftfahrzeuge für den Verkehr zugelassen. Der Verkehr ist mit 15% bereits der zweitgrößte Ausgabenposten österreichischer Haushalte - nach Wohnen und Energie. Im Durchschnitt entspricht dies Ausgaben von 5.000 Euro pro Haushalt und Jahr.

Aber ist es finanziell noch attraktiv, ein eigenes Auto zu fahren? Immerhin senken die Wiener Linien ab Mai 2012 die Kosten für die Jahreskarte um ganze 84 Euro. Die ÖBB bewerben intensiv die SparSchiene, der neue Anbieter Westbahn belebt zusätzlich den Wettbewerb. E-Bikes machen Fahrradfahren weniger anstrengend. Carsharing soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Alles Gründe, die Kosten für das Auto einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ein Auto kostet mehr als nur den verbrauchten Treibstoff. Pro gefahrenem Kilometer müssen anteilsmäßig auch alle anderen Kosten berechnet werden. Dazu zählen:

  • Anschaffungspreis: Dieser variiert stark je nach Modell, Leistung und Alter. Hier lässt sich insgesamt am meisten sparen.

  • Wertverlust: Bereits ab der ersten Ausfahrt verliert ein Auto massiv an Wert. Deshalb müssen die ursprünglichen Kosten für das Auto auch adäquat abgeschrieben werden, da sich bei einem Verkauf der ursprüngliche Preis nicht mehr erzielen lässt.

  • Instandhaltungsaufwand: Hierzu gehören Reparaturen, Bereifung etc. Je älter ein Fahrzeug ist, desto mehr steigen diese Aufwendungen.

  • Steuern: Hierzu gehören die NoVA (Normverbrauchsabgabe) und die USt beim Kauf des Wagens ebenso wie die Mineralölsteuer für den Treibstoff während des Autolebens.

  • Versicherung: Von der Kasko- bis zur Haftpflicht-Versicherung: Jedes Auto muss versichert sein.

  • Parkgebühren: Ob in der Tiefgarage beim Wochenendeinkauf, auf dem Parkplatz vor dem Haus oder in den Kurzparkzonen - Parken ist nur mehr in wenigen Fällen gratis.

  • Kosten Autokredit bzw. kalkulatorische Zinsen: Wird ein Autokauf durch Kredit oder Leasing finanziert, müssen die Kosten und Zinsen dafür berücksichtigt werden. Ebenso könnte das Geld für den Autokauf auch anderweitig angelegt werden und so einen Zinsertrag bringen.

  • Treibstoff: Die offensichtlichsten Kosten zeigen sich bei jedem Besuch an der Tankstelle.

Werden nun alle Ausgaben zu den einzelnen Positionen gesammelt und addiert, ergeben sie die jährlichen Gesamtkosten. Zu diesen ist dann noch der Wertverlust des Autos pro Jahr dazuzurechnen. Dividiert durch die gefahrenen Kilometer ergibt sich so der tatsächliche Preis pro Kilometer - eine erschreckend hohe Summe. Das amtliche Kilometergeld von derzeit 42 Cent deckt diese Aufwendungen bei weitem nicht und kommt auch nur für die beruflich zurückgelegten Strecken zur Anwendung.

Am meisten lässt sich bei der Anschaffung des Wagens sparen: Ein kleineres Modell, eine geringere Motorleistung, weniger Extras - oder einen Gebrauchtwagen wählen. Das reduziert die Kosten gleich zu Beginn und hält so die Gesamtausgaben für die Mobilität niedriger. Zusätzlich spart, wer die Finanzierung des Autos im Vorfeld bereits abklärt und als Barzahler in die Verhandlungen gehen kann. Und hier geht es um tausende Euro, die durch günstigeres Tanken nie erzielt werden können.

Quelle: ING DiBa


 

Top-News und

Testberichte