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Allergie-Hatschi macht Autofahrer "blind"

Die Gräser haben ihren Feldzug gegen Allergiker wieder eröffnet

14.06.2006

Milliarden Pollen führen zu Juckreiz, tränenden Augen und Niesanfällen. Damit wird auch das Unfallrisiko beim Autofahren höher. Sicherheitsexperten geben Tipps, wie man dieses Risiko minimieren kann.

Die meisten Menschen freuen sich auf die warme Jahreszeit. Aber viele Allergiker sehen den steigenden Temperaturen im wahrsten Sinne des Wortes mit weinenden Augen entgegen. Denn nun beginnt der Pollenflug, der ihre Atemwege belastet. Das äußert sich beispielsweise in Juckreiz, tränenden Augen und vermehrtem Niesen. Rund 1,6 Millionen Österreicher leiden laut "Erstem Österreichischem Allergiebericht" an Allergien, allein in Wien sind 180.000 von einer Pollenallergie betroffen. In hoch qualifizierten Berufen ist diese Überempfindlichkeit des Immunsystems besonders weit verbreitet: 30,7 % der Männer und 37,1 % der Frauen leiden daran.

Verhängnisvolles Nasenkitzeln am Steuer

Besonders verhängnisvoll kann dieses Leiden am Steuer werden, wo die volle Konzentration des Autofahrers erforderlich ist. Sobald die Nase kitzelt, lässt sich das "Hatschi" kaum noch verhindern - und das bringt eine kurze, aber mitunter gefährliche Abwesenheit mit sich. Die Augen schließen reflexartig, ein Ruck geht durch den Oberkörper - wertvolle Sekunden(bruchteile) gehen verloren. Je nach Geschwindigkeit ist der Fahrer über mehr oder weniger lange Strecken "blind" unterwegs. Im schlimmsten Fall passiert ein Unfall. Die gereizten Augen tragen ein Übriges dazu bei, die Konzentration des Fahrers zu stören.

Tipps des Experten

Pollenfilter im Auto zur Milderung der gefährlichen Allergieschübe bewähren sich im Allgemeinen sehr gut. "Damit die Filter auch wirklich nützen, müssen sie aber regelmäßig ausgetauscht werden", rät Mag. Manfred Hejc-Hotwagner, Abteilungsleiter Großschaden bei der Allianz. Sie seien selbstverständlich nur dann wirksam, wenn auch die Wagenfenster geschlossen bleiben.

Wer mit antiallergischen Mitteln vorbeugen will bzw. muss, sollte ebenfalls vorsichtig sein: Manche von ihnen machen müde und können die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen. "Damit man im Schadensfall Versicherungsschutz genießt, ist Fahrtüchtigkeit Voraussetzung", stellt Mag. Hejc-Hotwagner klar. Daher sei es empfehlenswert, den Beipacktext zu lesen und auch den behandelnden Arzt zu Rate zu ziehen. "Bei einem Allergieschub sollte man sich überhaupt nicht ans Steuer setzen", so der Experte.

Nützliche Links:Pollenkalender, Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung

Quelle: Allianz




 

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