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Alkoholvortestgeräte : Einsatz ab 15. Dezember

Kontrolldichte kann mit den neuen Geräten massiv erhöht werden

15.12.2005


Die Bilanz schockiert: Alleine bis Ende Oktober 2005 starben 46 Menschen bei 2.257 Alkoholunfällen auf Österreichs Straßen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Alkoholunfälle nur um etwa vier Prozent zurückgegangen. "Die Kontrolldichte muss weiter erhöht werden", fordert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Deshalb begrüßt der Club den Einsatz von Alkohol-Vortestgeräten. "Sie sind ein weiterer Mosaikstein im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr, weil sie der Exekutive verstärkte Kontrollen ermöglichen", ist Hoffer überzeugt. Statistisch gesehen kamen österreichische Kfz-Lenker bisher nur alle 33 Jahre in die Verlegenheit einer Alkoholkontrolle. Der Einsatz von vorerst 200 Alkovortestgeräten bei Planquadraten und Schwerpunktaktionen in ganz Österreich erhöht die Kontrolldichte der Polizei bei gleichen Personalressourcen massiv, da die kleinen handlichen Helfer innerhalb weniger Sekunden ein Ergebnis liefern. Lt. einer Schätzung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) können durch einen flächendeckenden Einsatz zwischen 50 und 100 Menschenleben pro Jahr gerettet werden.

Im Praxiseinsatz der Vortestgeräte sieht der ÖAMTC auch Vorteile für all jene Fahrzeuglenker, die bisher reinen Gewissens ins Röhrl blasen mussten. "Wartezeiten auf den komplizierteren Alkomattest fallen weg. Wer keinen nennenswerten Atemalkohol aufweist, darf gleich nach dem Vortest die Fahrt fortsetzen", so der ÖAMTC-Experte. Wenn sich der Verdacht einer Alkoholbeeinträchtigung erhärtet, muss sich der Betroffene dem Alkomattest unterziehen. Die Ergebnisse dieses Tests haben im Gegensatz zum Vortestgerät Beweiskraft. Die Verweigerung der Teilnahme am Vortest kann nicht bestraft werden, allerdings ist für Vortest-Verweigerer ein Alkomattest verpflichtend. Wenn kein Vortestgerät zum Einsatz kommt, gilt weiterhin die Verpflichtung zum Alkomattest.

"Wunder darf man sich auch vom Einsatz der Vortestgeräte keine erwarten", so der ÖAMTC-Jurist. "Aber wir hoffen, dass sie der Exekutive mehr Kapazitäten für den Kampf gegen schwer alkoholisierte Hochrisikolenker geben."

Quelle: ÖAMTC, KfV



 

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