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Feiern im Advent: Vorher für Alkohol oder Auto entscheiden

Ein "Nein" zum Alkohol ist manchmal ganz schön schwierig.


07.12.2009

Gleichzeitig mit der Vorfreude auf Weihnachten steigt auch der Alkoholkonsum. Adventmärkte, Weihnachtsfeiern und die bevorstehenden Festtage verlocken zum Trinken - teilweise hochprozentiger - alkoholischer Getränke. Meistens werden Punsch & Co in feierfreudiger Gesellschaft konsumiert. "Und damit wird es für manche Autofahrer noch schwieriger, nein zu sagen und zu einem antialkoholischen Getränk zu greifen", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. "Schnell wird man - besonders von bereits angeheiterten Personen - als Spaßbremse und Spielverderber hingestellt. Aber Adventzauber bedeutet ja nicht, dass es einen im Auto durch die Winterlandschaft zaubert."

Doch wie sehen erfolgreiche und coole "Nein-Sager" aus? "Das sind Menschen, die über die möglichen Gefahren des Alkoholkonsums informiert sind und dem sozialem Druck widerstehen", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. "Nein"-sagen ist schwierig, wenn man es nicht schon von klein auf im Zuge seiner Erziehung gelernt hat. Seidenberger hat aber eine gute Nachricht: "Auch als erwachsener Mensch ist man lernfähig." Der eigene Erfahrungsschatz und Vorbilder, aber auch Aufklärungskampagnen zum Thema Alkohol im Straßenverkehr, können dabei unterstützend wirken.

Alter und mangelndes Selbstbewusstsein spielen jedenfalls eine große Rolle bei Mitläufertum oder "Nicht-nein-sagen-können". "Besonders junge Männer tun sich schwer, dem Gruppendruck zu widerstehen", verdeutlicht die ÖAMTC-Expertin. Das schlägt sich auch sehr deutlich in der Unfallstatistik nieder. 37 Prozent der alkoholisierten Unfalllenker waren im Vorjahr männlich und zwischen 15 und 29 Jahren alt (919 Männer). Zum Vergleich: Innerhalb dieser Altersgruppe waren es "nur" 117 Frauen.

Die ÖAMTC-Verkehrspsychologin hat einige Tipps, wie man von Weihnachtsfeier, Punschhütte und Partykeller sicher nach Hause kommt:

  • Die Entscheidung zum "Nein" beim Trinken, vor allem bei Lenkern, unterstützen und akzeptieren.

  • Sich bei denjenigen, die freiwillig nüchtern bleiben, um andere nach Hause zu chauffieren, entsprechend bedanken, z. B. durch "Essenseinladungen" im Lokal, "Tankgeld" o. ä.

  • Taxi oder Öffis benutzen, wenn in einer geselligen Runde alle "feiern" möchten. "Besonders im städtischen Bereich ist das sehr einfach umzusetzen", sagt die ÖAMTC-Expertin.

  • Verantwortung übernehmen und jene vom Selbstfahren abhalten, denen die nötige Einsicht fehlt. "Das ist mit Sicherheit die schwierigste Übung, nicht nur für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen, sondern auch noch auf andere zu schauen. Das verdient allerhöchste Anerkennung", betont die ÖAMTC-Verkehrspsychologin abschließend.

Quelle: ÖAMTC

 

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