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AK-Studie : Unternehmensgewinne vs Arbeitsplätze

Gewinne der Unternehmen steigen - Arbeitsplätze werden abgebaut

Mehr Dividenden und Gewinne, dafür weniger Arbeitsplätze - das ist zusammengefasst das Ergebnis der AK Studie "Weniger Arbeit - mehr Dividende: Dividendenpolitik der österreichischen Kapitalgesellschaften". Untersucht wurden dafür 324 Kapitalgesellschaften aus Industrie, Handel, Dienstleistungen, Energie- und Bauunternehmen für den Zeitraum 1994 bis 2003. Bei Unternehmen mit mehrheitlich ausländischem Eigentum wurde gesondert untersucht, ob sie eine andere Ausschüttungspolitik haben als die inländischen Firmen. Hier die Ergebnisse im Überblick:

  • Die Gewinnausschüttungen in Prozent der Betriebsleistung sind im Zeitraum 1994 bis 2003 um 1,6 Prozentpunkte gestiegen - bei Unternehmungen mit ausländischem Eigentum um 2,2 Prozentpunkte. Das Ausschüttungsniveau hat sich somit in nur 10 Jahren nahezu verdoppelt (plus 80 Prozent) bzw. bei den Unternehmungen mit ausländischem Eigentum sogar mehr als verdoppelt (plus 104,8 Prozent).
  • Die Ausschüttungsquote (Gewinnausschüttungen in Prozent des Jahresüberschusses des selben Jahres) liegt bei 78,9 Prozent. Bei Unternehmungen mit ausländischem Eigentum bei 87,6 Prozent. D.h. die Eigentümer haben in diesem Zeitraum knapp 171 Prozent des eingezahlten Kapitals in Form von Gewinnausschüttungen zurückbekommen. Bei Unternehmungen mit ausländischem Eigentum sind es sogar 271 Prozent des eingezahlten Kapitals. Anders ausgedrückt: Die ausländischen Eigentümer konnten das eingezahlte Kapital bereits durchschnittlich in 3,7 Jahren in Form von Ausschüttungen zurückbekommen.
  • Auf der anderen Seite sank der Beschäftigtenstand dieser Kapitalgesellschaften im selben Zeitraum um 8,9 Prozent. Während die Gewinnausschüttungen in Prozent der Betriebsleistung um 1,6 Prozentpunkte erhöht wurden, ging der Personalaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung im Zehnjahreszeitraum um 3,1 Prozentpunkte zurück. Das bedeutet lt. AK, dass die Einsparungen beim Personalaufwand mit dazu beitrugen, den Aktionären höhere Dividenden zukommen zu lassen.
  • Bei den Unternehmen im Auslandseigentum liegt der durschnittliche Personalaufwand gemessen an der Betriebsleistung bei 15,9 Prozent, bei allen Unternehmungen bei 17,3 Prozent.

Den Volltext der AK Studie "Weniger Arbeit - mehr Dividende: Dividendenpolitik der österreichischen Kapitalgesellschaften" können Sie im Internet auf der Webseite der AK Wien nachlesen.

Quelle: AK Wien

 

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