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Studie : Die Ängste der Österreicher

Größte Sorge gilt Kürzung der staatlichen Leistungen

14.06.2006

Interessante Veränderungen hinsichtlich der Existenzsorgen der Österreicher zeigt die zweite Zukunftsstudie der Generali Versicherung auf: Stellte im Vorjahr noch die Umweltverschmutzung die größte Existenzbedrohung dar, so bilden 2006 die Kürzung der staatlichen Leistungen die größten Existenzängste der Österreicher. Sorge Nummer eins der Ende Mai befragten Österreicher über 18 Jahre stellt die Kürzung der staatlichen Pension dar, die im Vorjahr nur auf Platz 5 lag, gefolgt von der Kürzung der Sozialleistungen und der Kürzung staatlicher Gesundheitsleistungen.

Finanzielle Ängste vor Sorge um Umweltbeeinträchtigung

Für 61 Prozent der Befragten stellt die Kürzung der staatlichen Pension bzw. die Kürzung der Sozialleistungen eine Existenzbedrohung dar. 88 Prozent der Österreicher halten das Eintreten dieser Risiken für wahrscheinlich. Die im Vorjahr noch auf Platz eins liegende globale Umweltverschmutzung belegt 2006 mit 57 Prozent nur mehr den 6. Platz auf der Liste der Existenz bedrohenden Risiken.

Dass die Sorge um die Sozialleistungen des Staates den Sorgen um die Umweltverschmutzung den Rang abläuft, führt man auf die unverändert anhaltende öffentliche Diskussion um die staatlichen Reformen zurück. Immer weniger Menschen wollen sich ausschließlich auf die staatliche Pension verlassen. Derzeit sorgt jeder fünfte Österreicher ab 15 Jahren für seinen Lebensabend mit einer privaten Pensionsvorsorge vor.

Im Steigen: Angst vor Atomkatastrophe und Einbruch

Den größten Sprung nach vorne auf der Liste der Existenz bedrohenden Risiken - von Rang 10 auf Rang 4 - stellte das Eintreten eines Atom-/Nuklear-Unfalls dar. Haben sich 2005 "nur" 45 Prozent der Bevölkerung Gedanken dazu gemacht, so sind es dieses Jahr bereits 59 Prozent. Auch die Eintrittswahrscheinlichkeit wird 2006 deutlich höher eingeschätzt: 2005 hielt jeder zehnte Befragte eine Atomkatastrophe für wahrscheinlich, in diesem Jahr bereits jeder Fünfte. Dies kann zum Teil auf das Gedenkjahr "20 Jahre Tschernobyl" zurückgeführt werden. Gleichzeitig haben aber auch Temelin oder Wullovitz ihre Aktualität nicht verloren.

Deutlich zugenommen gegenüber dem Vorjahr hat auch die Angst der Österreicher vor kriminellen Übergriffen auf Hab und Gut. Knapp jeder zweite Befragte (47 Prozent) fühlt sich beispielsweise von einem Wohnungseinbruch in seiner Existenz bedroht. Im Vorjahr waren es 38 Prozent.

Junge Menschen sorgen sich um Jobverlust und Freizeitunfall

Die oft propagierte Sorglosigkeit junger Menschen (18 bis 29 Jahre) findet in der Zukunftsstudie keine Bestätigung. Die jungen Österreicher wissen sehr genau, welche Risiken eine Existenzbedrohung für sie darstellen kann. So bestehen bei dieser Altersgruppe neben der Sorge um die Kürzung der Sozialleistungen (68 Prozent) vor allem Existenzängste nach Arbeitsplatzverlust (52 Prozent), Unfälle in der Freizeit/beim Sport (52 Prozent) oder im Urlaub (51 Prozent) sowie bei Zahlungsunfähigkeit (37 Prozent). In keiner anderen Altersgruppe sind die Existenzängste bei diesen Risiken so groß wie bei den unter 30-Jährigen.

Frauen äußern sich kritischer

Bei der Auswertung der Ergebnisse nach Geschlecht haben eher Männer eine "rosa Brille" auf als Frauen. Frauen fühlen sich von vielen Risiken in ihrer Existenz stärker bedroht als Männer und sehen auch eine tendenziell höhere Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken. Die größte Existenzbedrohung sehen Frauen in einem Atom-/Nuklear-Unfall (63 Prozent), in der Kürzung der staatlichen Gesundheitsleistungen sowie der globalen Umweltverschmutzung (je 62 Prozent). Männer fühlen sich in erster Linie durch die Kürzung der staatlichen Pension (61 Prozent), durch die Kürzung der Sozialleistungen (60 Prozent) sowie von dem Umstand, selbst ein Pflegefall zu sein (58 Prozent), in ihrer Existenz bedroht.

Quelle: Generali

 

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