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Stimme ist wichtiges Kriterium für die Karriere

Karriereanwärter mit guter Stimme werden vorgezogen

21.08.2006

Eine neue Studie des Netzwerks stimme.at zeigt den steigenden Einfluss von Stimme und Sprechweise auf Karriereentscheidungen. Stimme sorgt machtvoll, aber unbewusst für Faszination, Sympathie und Durchsetzungsvermögen bei Medienauftritten, Präsentationen, am Telefon und im Kundenkontakt. Den größten Unmut rufen mangelnde Stimme und Sprechweise bei Präsentationen, Vorträgen, Bewerbungsgesprächen, Sitzungen und Schulungen hervor. Doch mangelt es an Kriterien, den Karrierefaktor Stimme auch objektiv zu bewerten. Überraschendes Potential: Nur 43 Prozent der Führungskräfte in Deutschland und Österreich werden als sehr sicher im Ausdruck eingeschätzt.

Befragt wurden Führungskräfte, Personalentscheider, Personalentwickler, Weiterbildungsverantwortliche und Personalberater in Deutschland und Österreich. Helene Karmasin präsentierte die Studienergebnisse im Rahmen des VII. Int. Voice Symposiums in Salzburg.

Stimme wirkt

91 Prozent der Befragten ziehen Bewerber mit guter Stimme und Sprechweise anderen Bewerbern vor. Neben anderen Schlüsselqualifikationen kommt der Ausdrucksfähigkeit somit überraschend hohe Bedeutung zu. 53 Prozent halten die Stimme in Bezug auf die Karriere für "bedeutend". 23 Prozent halten die Stimme für eine Führungskarriere sogar für "sehr bedeutend".

Eine "gute Stimme" wird dabei jenen attestiert, die mit kräftiger Stimme auftreten, klar und deutlich sprechen und begeistern. "Gut ankommt, wer stimmlich sicher wirkt und seine Stimme führen und flexibel einsetzen kann. Vollklingende mittlere Stimmlagen werden hohen oder betont tiefen vorgezogen", sagt Studienautorin Helene Karmasin.

Eine gute Stimme ist also mehr als Wohlklang. Sie bedeutet: Prägnant und klar wirken, Aufmerksamkeit schaffen, sich durchsetzen, gut ankommen, in Erinnerung bleiben, zu Wort kommen, zu Ende sprechen dürfen und inhaltlich gut verstanden werden.

Stimme wirkt unbewusst und fasziniert

82 Prozent der Befragten sagen aus, dass Stimme eher unbewusst wirkt. Das zeigt sich auch in der Einschätzung hinsichtlich Faszination (Notenwert 1,6), Sympathie, Dominanz und Dynamik (je 1,8), sowie Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen (je 1,9). Die unbewusste Wirkung der Stimme schlägt sich auch in Bewerbungsgesprächen nieder. Bei der Personalauswahl erfassen 73 Prozent der Befragten Stimme und Sprechweise der Kandidaten nach subjektivem Eindruck, nur 23 Prozent legen objektive Bewertungskriterien zugrunde.

Stimme repräsentiert

Im Ranking der Situationen, in denen Stimme und Sprechweise besonders wesentlich wirken, stehen an erster Stelle Medienauftritte (1,3), Präsentationen (1,4) und Telefonate (1,5), gefolgt von Repräsentationssituationen (1,5), Kundenkontakt (1,6), Schulungen und Beschwerden (1,7). Das Schlusslicht bildet die interne Kommunikation, etwa Mitarbeitergespräche oder Besprechungen (je 2,5).

Und wo wird der Mangel an Ausdruckskraft am stärksten wahrgenommen?

In exponierten Situationen mit teils verpflichtender Anwesenheit (Präsentationen, Vorträgen, Bewerbungsgesprächen, Sitzungen und Schulungen) oder in Momenten, in denen Leistung erwartet wird (Beratung, Kundenkontakte, Stresssituationen, Schlagfertigkeit, Entscheidung).

Unternehmensimage: Stimme ist Visitenkarte des Unternehmens

Was bei der Bewerbung bereits eine Rolle spielt, wirkt sich später im Kundenkontakt deutlich auf das Unternehmensimage aus. 97 Prozent der Befragten bestätigen einen direkten Zusammenhang zwischen Stimmklang und Sprechweise der Mitarbeiter und dem Unternehmensimage (61% "sehr großer Anteil", 36% "mittlerer Anteil").

"Auch in Zeiten des 'digital lifestyle' sollte das nicht unterschätzt werden. Kunden suchen den qualifizierten persönlichen Kontakt. So laufen z.B. auch bei IT-Unternehmen wie Microsoft unglaubliche 85% der Infoservice-Kontakte über Telefonate. Die Situation ist nur scheinbar paradox. Je mehr die Technik das Leben prägt, desto höher ist die Bedeutung der raren Momente des persönlichen Gesprächs", bestätigt Stimmcoach und stimme.at-Vorstand Arno Fischbacher.

Stimme ist trainierbar

97 Prozent der Befragten halten Stimme und Sprechweise für trainierbar. Als wichtigster Nutzen wird genannt: Klar und überzeugend sprechen, sich Gehör verschaffen, Inhalte besser vermitteln, selbstsicher, selbstbewusst und sympathisch auftreten, besser auf andere zugehen, Konflikte besser bewältigen, Visitenkarte des Unternehmens sein am Telefon und im Kundenkontakt.

Interessante Details am Rande

Nur 7 Prozent der befragten Führungskräfte und Personalspezialisten sind mit ihrer eigenen Stimme und Sprechweise "sehr zufrieden". Ist die Bedeutung von Stimme und Sprechweise in den letzten 10 Jahren in Hinblick auf die Karriere gewachsen? 65 Prozent der Befragten sagen "Ja". In Österreich wird der Einfluss von Stimme und Sprechweise durchgängig um zwischen 3 und 5 Prozent höher eingeschätzt als in Deutschland.

Quelle: stimme.at

 

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