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Selbständig machen mit dem AMS Gründerprogramm

Erfolgreiche Zwischenbilanz : 87 % der Firmen sind nach drei Jahren noch aktiv am Markt

28.07.2006

Bildquelle: AMS
Das Arbeitsmarktservice (AMS) unterstützt arbeitslose Personen mit dem Unternehmensgründungsprogramm bei der Neugründung existenzfähiger Betriebe und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Programm, das seit 1998 bundesweit angeboten wird, ist lt. einer aktuellen Zwischenbilanz durch das AMS sehr erfolgreich. In den letzten sechs Jahren hat sich die Zahl der über das Gründerprogramm erfolgten Neugründungen pro Jahr von knapp 2.000 Gründungen im Jahr 1999 auf über 4.000 im Jahr 2005 mehr als verdoppelt. Im Vorjahr wurden bereits 13 Prozent aller Neugründungen in Österreich von ehemals arbeitslosen Personen vorgenommen.

Hohe Überlebensquote: 87 Prozent nach drei Jahren noch am Markt

Ausschlaggebend für den Erfolg des Programms sind nicht nur die Teilnehmerzahlen, sondern vor allem die Nachhaltigkeit der Unternehmensgründung. Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) hat im Auftrag des AMS den arbeitsmarktpolitischen Erfolg des Gründerprogramms evaluiert. Das Ergebnis: Die Überlebensquote der von ehemals arbeitslosen Personen gegründeten Betriebe ist sehr hoch. 87 Prozent der Unternehmen waren drei Jahre nach der Gründung noch aktiv am Markt. Nach fünf Jahren lag die Überlebensquote der Neugründungen immer noch bei 73 Prozent. Sechs Prozent der Gründer waren nach fünf Jahren sowohl selbständig als auch unselbständig erwerbstätig und nur weitere sechs Prozent arbeitslos. Die restlichen 15 Prozent haben wieder eine unselbständige Beschäftigung angenommen oder gingen in Pension oder Karenz.

"Die Überlebensquote der Betriebe, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet wurden, ist dabei sogar höher als die durchschnittliche Überlebensquote der in Österreich gegründeten Betriebe. Nach aktuellen Erhebungen der Wirtschaftskammer liegt die Überlebensquote der in Österreich gegründeten Betriebe nach drei Jahren bei 80,8 Prozent und nach fünf Jahren bei 71,7 Prozent. Beides Spitzenwerte im internationalen Vergleich", so Kopf.

Jede Neugründung schafft 1,3 zusätzliche Arbeitsplätze

Neben der Nachhaltigkeit der Gründungen sind die Beschäftigungseffekte, die von den Unternehmen erzielt werden, ein weiterer Maßstab für den arbeitsmarktpolitischen Erfolg des Programms. Nach fünf Jahren hat jede/r UnternehmensgründerIn - neben seinem eigenen Arbeitsplatz - durchschnittlich 1,26 zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze geschaffen. Bleiben diejenigen UnternehmensgründerInnen, die zum Befragungszeitpunkt nicht mehr selbständig waren, unberücksichtigt, so liegt der Beschäftigungseffekt pro Neugründung sogar bei  1,5 Vollzeitarbeitsplätzen. Seit Einführung des Programms 1995 wurden 25.000 Unternehmen gegründet.

Typische Gründer sind um die 40 und haben Lehrausbildung

Das Gründerprogramm des AMS richtet sich ausschließlich an arbeitslose Personen, die sich von sich aus selbständig machen wollen und eine konkrete Geschäftsidee haben. Besonders wichtig für den Geschäftserfolg ist die berufliche Eignung und notwendige Branchenerfahrung. Zwei Drittel der Unternehmen werden von Männern gegründet. Rund 63 Prozent der GründerInnen haben den Schritt in die Selbständigkeit im Alter zwischen 30 und 45 Jahren gemacht. 45 Prozent der GründerInnen haben eine Lehrausbildung, 22 Prozent eine höhere Ausbildung. Nach Branchen betrachtet sind mehr als die Hälfte der Unternehmen im Bereich der unternehmensbezogenen Dienstleistungen, im Handel, der sonstigen Produktion sowie im Gesundheits- und Sozialwesen tätig.

AMS finanziert Unternehmensberater und Arbeitslosengeld

Das Unternehmensgründungsprogramm dauert sechs bis neun Monate. Das AMS stellt dem Gründer einen Unternehmensberater zur Seite, der die Unternehmensgründung begleitet. Der Weg in die Selbständigkeit wird dabei in vier Phasen unterteilt: Zu Beginn geht es um die Realisierbarkeit der Geschäftsidee und um die Prüfung der persönlichen Voraussetzungen. Dann folgt die Phase der Gründungsvorbereitung mit dem Einstieg in das Gründungsprogramm und der begleitenden Unternehmensberatung. Während dieser Zeit erhalten die potenziellen Jungunternehmer Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe vom AMS weiter ausbezahlt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, erforderliche Qualifikationen zu erwerben. Die Kosten für die Unternehmensberatung und die Weiterbildung trägt das AMS. Detaillierte Informationen über die Teilnahme am Gründerprogramm erhalten arbeitslose Personen in den regionalen Geschäftsstellen des AMS.

Weitere Infos zum Unternehmensgründungsprogramm ...

Quelle: AMS

 

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