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Bei starkem Schneefall nicht oder zu spät in die Arbeit

Infos zur Dienstverhinderung bei Schneechaos

19.11.2007

Für alle, die auf Grund von Schneeverwehungen bzw Schneechaos nicht pünktlich oder gar nicht zur Arbeit kommen können, liegt ein sogenannter Dienstverhinderungsgrund vor, der das zu spät Kommen bzw Fernbleiben rechtfertigt, informiert die Arbeiterkammer. Das gilt aber nur dann, wenn alles Zumutbare unternommen wurde, um trotz der Schneemassen pünktlich bzw überhaupt zur Arbeit zu kommen.

Was ist zumutbar? Grundsätzlich ist jeder dazu verpflichtet, alle zumutbaren Vorkehrungen zu treffen (z.B. früher aufstehen, eigener Pkw statt Öffis oder umgekehrt,....) um trotz der Behinderungen zur Arbeit zu erscheinen. Ob eine Maßnahme zumutbar ist, wird im Einzelfall geprüft. Für eine/n gesunde/n ArbeitnehmerIn wird es zumutbar sein, eine gewisse Strecke zu Fuß zur Arbeit zu gehen, wenn die Fahrt mit dem Pkw nicht möglich ist. Jedenfalls muss die Verhinderung dem Arbeitgeber unverzüglich telefonisch gemeldet werden.

Wer wegen der Schneeverhältnisse nicht in die Arbeit kommen kann, muss keinen Urlaubstag nehmen, da es sich um ein berechtigtes Fernbleiben vom Dienst handelt. Gerechtfertigte Verspätung oder gerechtfertigtes Fernbleiben sind kein Entlassungsgrund

Der Entgeltanspruch ist für Arbeitnehmer unterschiedlich geregelt. Für Angestellte ist ein Anspruch auf Entgelt gesetzlich geregelt, wenn alles zumutbare unternommen wurde, um rechtzeitig in die Arbeit zu kommen. Arbeiter haben dann Anspruch, wenn der Kollektivvertrag keine abweichende Regelung vorsieht. Bei Schwierigkeiten kann man sich an die Arbeiterkammer oder Gewerkschaft wenden.

Quelle: AK Wien

 

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