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Ihre Rechte bei einer Kündigung

Fortsetzung


Abfertigung

Eine Abfertigung steht nach dem Gesetz "Abfertigung neu" jedem gekündigten Dienstnehmer zu, der nach dem 1. Jänner 2003 in ein Dienstverhältnis eingetreten ist oder auf diese Neuregelung umgestellt wurde. Wer aus dieser Regelung heraus fällt, hat erst nach 3 vollendeten Dienstjahren einen Anspruch auf Abfertigung. Hier gelten folgende gesetzlichen Ansprüche:

  • ab dem vollendeten 3. Arbeitsjahr 2 Monatsgehälter Abfertigung
  • ab dem vollendeten 5. Arbeitsjahr 3 Monatsgehälter Abfertigung
  • .....
  • ab dem vollendeten 25. Arbeitsjahr 12 Monatsgehälter Abfertigung


Urlaubsanspruch

Es empfiehlt sich, Urlaubsresttage zu konsumieren, da sowohl Kranken- als auch Arbeitslosengeld für die Zeiten, die der Arbeitgeber finanziell abgegolten hat, nicht gezahlt werden.


Ihr Recht auf Freizeit

Wöchentlich ein Fünftel Ihrer Arbeitszeit steht Ihnen zur Arbeitssuche zur Verfügung. Bei einer normalen Fünftagewoche ist das ein ganzer Arbeitstag pro Woche.


Einvernehmliche Kündigung

Eine einvernehmliche Kündigung ist prinzipiell eine gute Lösung und macht auch beim nächsten Arbeitgeber einen besseren Eindruck als eine Kündigung durch den Arbeitgeber. Sofern die Kündigung rechtsgültig ist und Sie nicht vorhaben, die Kündigung anzufechten, spricht also nichts gegen diese Lösung. Schließlich muss man in der verbleibenden Zeit auch noch miteinander auskommen, da ist von einem emotionalen Rundumschlag abzuraten. Außerdem kann es auch aus finanziellen Gesichtspunkten klüger sein, sich nicht im Streit vom alten Arbeitgeber zu trennen. Lassen Sie sich jedoch schriftlich bestätigen, dass Ihnen bei einvernehmlicher Lösung die gleichen Rechte wie bei Kündigung durch den Arbeitgeber zustehen und dass die Initiative zur Kündigung vom Arbeitgeber ausging!


Abschließende rechtliche Tipps

Lassen Sie sich aufgrund der Situation weder ins Boxhorn jagen, noch mürbe machen. Informieren Sie sich umgehend bei Bekannten, die schon einmal in der gleichen Situation waren bzw. bei öffentlichen Stellen über Ihre Rechte. Wenn Sie eine gute Rechtsschutzversicherung haben, konsultieren Sie umgehend Ihren Anwalt und bitten Ihn um einen Beratungstermin. Verhalten Sie sich jederzeit besonnen und klug, riskieren Sie keinesfalls eine fristlose Kündigung in der Kündigungsfrist. Sichern Sie sich ab, indem Sie alle getroffenen Vereinbarungen schriftlich festhalten. Wenn sich Ihr Arbeitgeber weigert, Ihnen mündlich getroffene Vereinbarungen schriftlich zu geben, setzen Sie ein kleines Schriftstück auf, in dem Sie die Vereinbarung "der guten Ordnung halber" wiederholen und lassen Sie ihm dieses per eMail oder als eingeschriebenen Brief (Bestätigung vom Postamt aufheben!) zukommen.


Quelle: GEWINN 10/2003


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