Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Private Mails am Arbeitsplatz

Solange sie "im Rahmen" bleiben, meist zulässig

In Deutschland wurde ein Filialleiter gekündigt, weil er von seinem Firmen-PC über 260 private eMails verschickt hatte. Das Arbeitsgericht Frankfurt erklärte die Kündigung für zulässig, da sich ein Unternehmen eine so "exzessive Privatnutzung firmeneigener Systeme" nicht gefallen lassen muß. Passiert der Versand der privaten Post während der Arbeitszeit, läge zusätzlich noch ein schwerer Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten vor, der sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde.

Lt. AK-Expertin Birgit Ceplak wäre die Entscheidung In Österreich vermutlich nicht anders ausgefallen. Gibt es in einem Betrieb die grundsätzliche Erlaubnis, den PC auch zum Versand privater eMails zu verwenden, dann kann der Mitarbeiter dies in einem akzeptablen Ausmaß tun, jedoch nicht exzessiv ausnützen. Besteht keine Vereinbarung, sind private Mails in geringem Umfang zulässig, sofern die Dienstpflichten dabei nicht vernachlässigt werden.

Verbietet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern ganz konkret die Privatnutzung des eMail-Systems, sollte man dies auch beherzigen. Bei Verstößen muss der Mitarbeiter zunächst verwarnt werden. Zeigt dies keine Wirkung kann der Arbeitgeber bei einer neuerlichen Verfehlung - unter Berücksichtigung der im jeweiligen Fall vorliegenden Umstände - eine Kündigung oder Entlassung aussprechen. Nach einer vorherigen Verwarnung ist dies bei exzessivem privatem Mailverkehr übrigens auch dann zulässig, wenn der Versand privater Mails grundsätzlich erlaubt war.

Bei einem unaufschiebbaren Arzttermin oder einer dringenden behördlichen Eingabe ist es sogar bei einem Verbot gestattet, den Firmen-PC für dienstfremde Mails zu verwenden.

Quelle: kurier.at / ORF futureZone


 

Top Themen

Top Links