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Pensionsharmonisierung

Ministerrat beschliesst neues System ab 1.1.2005

Um auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Pensionen zu sichern, wurden in den letzten Wochen und Monaten zwischen Bundesregierung und Sozialpartnern umfangreiche Gespräche zur Pensionsharmonisierung geführt und ein Entwurf zur Vorlage im Parlament ausgearbeitet. Ziel eines neuen Pensonssystems ist es, den Entwicklungen in der Bevölkerungsstruktur (steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenrate, steigender Anteil der Pensionsbezieher im Verhältnis zu den Erwerbstätigen) Rechnung zu tragen. Dazu sollen die derzeit unterschiedlichen Systeme zu einem gerechten und solidarischen Pensionssystem für alle Berufsgruppen vereinheitlicht werden.

Für die Jüngeren wird mit der Harmonisierung sichergestellt, dass auch sie später eine Pension erhalten - mit für sie leistbaren Beiträgen. Damit auch zwischen den Berufsgruppen Gerechtigkeit gegeben ist, braucht es Übergangsfristen, die es den Bauern, Selbständigen und Beamten ermöglichen, sich in das neue System einzugliedern.

Die Eckpunkte der vom Ministerrat beschlossenen Pensionsharmonisierung:

  • Pensionsantritt mit 65 Jahren (für Männer, bei Frauen ab 2033)

  • Pensionshöhe bei Pensionsantritt mit 65 nach 45 Beitragsjahren beträgt 80 % des Durchschnittseinkommens

  • "Pensionskorridor" zwischen 62 und 68 Jahren mit Zu- oder Abschlägen von 4,2 % pro Jahr

  • Parallelrechnung für bereits erworbene Ansprüche

  • Schwerarbeiter-Regelung: nach mind. 15 Jahren Schwerarbeit pro Schwerarbeits-Jahr 3 Monate früherer Pensionsantritt möglich, maximaler Abschlag 2,1 % pro Jahr. Die genaue Definition des Begriffs "Schwerarbeit" ist allerdings noch offen.

  • "Hacklerregelung" wurde bis 2010 verlängert
Die Beitragssätze für Arbeiter, Angestellte und Bundesbeamte bleiben mit 22,8 % unverändert. Die Beiträge der Selbständigen werden von 15 auf 17,5 % und jene der Bauern von 14,5 auf 15 % angehoben.

Das neue System soll mit 1. Jänner 2005 für alle unter 50-Jährigen in Kraft treten.


 

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