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Bis 40 % der Pendler würden auf die Bahn umsteigen

Der Weg zur Arbeit wird immer zeitaufwändiger und teurer.

15.07.2009

Täglich bis zu zwei Stunden unterwegs, bei steigenden Kosten und immer mehr Beschwerlichkeiten: Der Weg zur Arbeit wird immer zeitaufwändiger und teurer, sagen Bahn- und AutopendlerInnen bei einer AK-Online-Umfrage. Dabei würden fast 40 Prozent der befragten AutopendlerInnen auf die Bahn umsteigen, wenn es denn bessere Verbindungen gäbe. Vielen wird durch fehlende Parkmöglichkeiten an Bahnhöfen ein Park and Ride schwer gemacht.

"Das ist ein Signal, dass die ÖBB und die Verkehrspolitiker im Bund und in den Ländern ernst nehmen müssen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Er fordert mehr Mittel vom Bund und von den Ländern im Rahmen ihrer Verkehrsdiensteverträge, um Bahn- und Regionalbusverbindungen attraktiver zu machen. Von den ÖBB fordert Tumpel mehr Fahrgastrechte auch im Nah- und Regionalverkehr sowie eine bessere, kundenfreundliche Information bei Verspätungen oder Fahrplanänderungen. Diese hatten zuletzt zu viel Ärger unter den Pendlern geführt. "Dass gebaut wird, ist wichtig für die Erhaltung eines guten Streckennetzes. Die Pendler und Pendlerinnen, die täglich die Bahn nutzen, sollten aber besser informiert werden. Sie sind gute Dauerkunden und sollten auch als solche behandelt werden", so Tumpel.

Fast jeder dritte Bahnpendler klagt über unbequeme Züge oder zuwenig Sitzplätze. Besonders häufig (56 Prozent) kommen diese Klagen von Pendlern aus Richtung Neusiedl/Bruck an der Leitha. Jeder zweite fühlt sich als Bahnkunde beim Warten am Bahnsteig besonders Wind und Wetter ausgesetzt. Bei den Bahnpendlern aus Richtung Retz, Hollabrunn oder Stockerau klagen sogar zwei Drittel darüber. Mehr als jeder dritte Bahnpendler aus Richtung St. Pölten oder Wienerwald klagt über Verspätungen oder Nichteinhaltung des Fahrplans insbesondere morgens.

Zu viele Staus und fehlende Alternativen - das stört mehr als jeden zweiten Autofahrer. Baustellen und Umleitungen werden von jedem Dritten bemängelt. Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, schaut täglich auf die Spritpreise. "So können die AutofahrerInnen die Preise besser vergleichen", so Tumpel. Obwohl die Tankstellen die Preise jetzt nicht mehr mehrmals täglich erhöhen dürfen, werden Ölpreissenkungen nach wie vor nicht immer fair an die Autofahrer weitergegeben. "Hier ist noch Handlungsbedarf, hier bleiben wir dran", so Tumpel. Rund 800 Auto- und BahnpendlerInnen hatten sich an der Studie "Regionale Arbeitsweg-Barrieren in der Ostregiont" beteiligt. Die Studie kann auf der Webseite der Arbeiterkammer Wien abgerufen werden: http://wien.arbeiterkammer.at.

Quelle: AK Wien

 

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