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Unternehmenskultur gegen Mobbing am Arbeitsplatz

Angst vor dem Arbeitsplatzverlust fördert Mobbing

27.11.2006

Alltagssprachlich ausgedrückt bedeutet Mobbing, dass jemand zumeist am Arbeitsplatz - aber auch in anderen Organisationen - fortgesetzt geärgert und schikaniert wird. Geringe Transparenz, ein autoritärer Führungsstilund ein unsicherer Arbeitsplatz sind die Mischung, auf der Mobbing in Betrieben gedeiht. Das zeigt der Linzer Soziologe Christoph Seydl in einer aktuellen Studie. Der Unternehmenskultur kommt dem Forscher zufolge ein hoher Stellenwert in der Verhinderung vonPsychoterror in der Kollegenschaft zu: "Mitarbeiter übernehmen die Normen des Unternehmens. Wenn Mobbing grundsätzlich nicht geduldet und kein Anreiz dafür geschaffen wird, ist das eine gute Basis", so der Soziologe.

Mobbing in der selben Hierarchieebene am häufigsten

Umgekehrt seien unerkannte Spannungsherde unter den Mitarbeitern, eine wenig durchsichtige Beförderungspraxis sowie unklare Rollenverteilungen häufige Auslöser für Mobbing. Wenn grundsätzlich nur jene Mitarbeiter befördert werden, die sich am besten durchsetzen, und nicht jene, die am besten im Team kooperieren, seien unfairen Ausschlussmechanismen in der Kollegenschaft Tür und Tor geöffnet. Auch Angst vor dem Arbeitsplatzverlust fördere Mobbing. Mobbing von Gleichgestellten ist die häufigste Form des Mobbings. Mobbing von oben nach unten die zweithäufigste. Mobbing von unten nach oben ist zwar kaum vorstellbar, ist aber auch den meisten bekannt: Zum Beispiel: Schüler, die einen Lehrer permanent ärgern! Heute ist dies oft der Religionslehrer!

Das sicherste Gegenmittel ist laut Seydl auch das einfachste: Ein offenes Gespräch mit den Mitarbeitern. Am häufigsten werden laut Studie übrigens jene Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gemobbt, die in der Regel die höchsten Leistungen erbringen. Mobber würden sich dagegen oft durch eine negative Einstellung zu Leistung auszeichnen, glaubt der Soziologe.

Quelle: nd, orf

 

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