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Mittagsschlaf im Büro gibt Kraft

Wer regelmäßig Siesta hält, tut seinem Körper etwas Gutes

08.06.2007

Spanien kennt die Siesta - und was ist mit Österreich oder Deutschland? Angesichts der frühsommerlichen Hitzewelle haben Arbeitsmediziner und Schlafforscher in der "Berliner Zeitung" dafür geworben, auch bei uns eine Kultur des Mittagsschlafs im Büro zu entwickeln. Denn eine Siesta ist gut für die Gesundheit und die Leistungfähigkeit.

Zu Mittag ein wenig schlafen hat nichts mit Faulsein zu tun. Ganz im Gegenteil: Wer regelmäßig eine Siesta hält, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein Mittagsschlaf ist nicht nur für die Gesundheit von Vorteil, sondern wirkt sich auch positiv auf das Berufsleben und zwischenmenschliche Beziehungen aus. Nach solch einer Mittagspause ist man wieder leistungsfähiger, kann seinem Gedächtnis mehr zumuten und ist gut gelaunt.

"Wir stecken noch in den Denkmustern der Industrialisierung fest, nach denen die Geschwindigkeit der Mitarbeiter zählt und nicht deren Leistungsfähigkeit", sagte Martin Braun, Forscher am Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Die Leistungsfähigkeit aber sei nur mit einem gesunden Rhythmus von Schlafen und Arbeiten zu erreichen. Braun geht davon aus, dass die Hälfte der Beschäftigten an Übermüdung leidet.

Auch Schlafforscher plädieren für den Mittagsschlaf. "Uns fehlt der bewusste Umgang mit Ruhezeiten", sagte Schlafforscher Ingo Fietze von der Berliner Charité der "Berliner Zeitung". Auch der Regensburger Schlafforscher Jürgen Zulley forderte einen Kulturwandel, denn der Mittagsschlaf sei kein Faulenzertum.

Nur wenige Firmen in Österreich und Deutschland ermöglichen ihren Mitarbeitern einen Mittagsschlaf. In Spanien hingegen sei die Siesta üblich. In den USA spreche man von Powernapping (Nickerchen zum Krafttanken), in Japan von Inemuri - anwesend sein und schlafen.

Quelle: gl

 

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