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McDonalds in England sucht ältere Mitarbeiter

Kampagne soll "McJobs" schmackhaft machen

13.09.2006

Der Fastfood-Riese McDonalds ist auf der Suche nach älteren Mitarbeitern. Um der Generation 50 plus das Arbeiten im Schnellrestaurant schmackhaft zu machen, startet McDonalds in Großbritannien eine breit angelegte Werbekampagne. Die Fastfoodkette will sich vom Image befreien, nur Teenager anzustellen, die für Niedriglöhne arbeiten. Hauptakteur der Kampagne ist ein 65-jähriger Judo-Trainer namens Fred, der auch bei McDonalds als Angestellter beschäftigt ist. "Hierzulande sind derartige Kampagnen zwar nicht geplant, wir beschäftigen aber durchaus auch ältere Personen", so eine Sprecherin von McDonalds Österreich. Besonders Frauen mit Kindern, die Teilzeit arbeiten, seien häufig um die 40 Jahre. Insgesamt arbeitet etwa die Hälfte der McDonalds-Mitarbeiter auf Teilzeit-Basis. Der Anteil über 50 Jähriger sei eher gering.

Die britische Kampagne ist eine Erweiterung der so genannten "McJob-Initiative", die im April dieses Jahres angelaufen ist und das schlechte Image eines typischen Fastfoodverkäufers aufbessern sollte. Unter dem Titel "Nicht schlecht für einen McJob" wurden verschiedene positive Aspekte einer McDonalds-Anstellung hervorgehoben.

Der Begriff "McJob" bezeichnet heute generell schlecht-bezahlte Jobs mit geringen Aufstiegschancen. Seit sich "McJob" Mitte der Achtziger als Terminus etablierte, leidet der Fastfood-Riese unter dem propagierten Image und kämpft dagegen an. In Großbritannien soll in diesem Jahr noch ein neues Gesetz gegen Altersdiskriminierung verabschiedet werden, das den EU-Richtlinien für Angestellte entspricht. Nicht zuletzt ein Grund für McDonalds sich nun "vorbeugend" um ältere Mitarbeiter zu bemühen.

In Österreich hat McDonalds vor einiger Zeit - völlig konträr zur aktuellen britischen Kampagne - eine spezielle Aktion für Studenten gestartet. "Studierende, die eine bestimmte Anzahl von Stunden bei McDonalds arbeiten, bekommen von uns die Studiengebühren bezahlt", erklärt die McDonalds-Sprecherin. Der Kollektivvertrag der Fastfoodkette liege generell über dem üblichen Gehalt in der Gastronomie-Branche. " Die Vollzeit-Crewmitarbeiter in den Restaurants verdienen laut Betriebskollektivvertrag 1.070 Euro brutto", heißt es. Mehr als die Hälfte der Angestellten seien weiblich, sowohl in den Restaurants als auch im Management.

Quelle: pt

 

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