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Warum lebenslanges Lernen immer wichtiger wird

Wissen ist DER entscheidende Faktor in unserer Gesellschaft

Der Begriff "lebenslanges Lernen" ist in aller Munde. Die ständige Aus- und Weiterbildung wird zur notwendigen Aktualisierung und zum Neuerwerb von Wissen und Techniken in vielen Bereichen benötigt. Aber warum ist das lebenslange Lernen so wichtig?

Die Welt von heute wird oft mit den Begriffen Globalisierung und Informations- sowie Wissensgesellschaft beschrieben. "Wissen wird dann geschaffen, wenn Informationen problembezogen verarbeitet und für spezifische Entscheidungen zur Verfügung stehen ("Know-how"), lautet ein einfaches Erklärungsmodell von J. Becker. Wir befinden uns in einer Gesellschaft, für die das Wissen zu einem entscheidenden Faktor wird. Gewerbliche Produktion und Handel basieren zunehmend stärker auf Information, Wissen und Kreativität als auf physischer Arbeit. Einkommen und soziale Stellung der Menschen ergeben sich aus ihrem Wissen, die soziale Ungleichheit ist zunehmend wissensbedingt.

Die Wissensgesellschaft hat aber auch ihre Schattenseiten: Rasches Wachstum und Veralterung des Wissens können zu Überforderung und Desorientierung und damit wiederum zum Wunsch nach einfachen Erklärungen und zu ideologischer Radikalisierung führen", meint die Politikwissenschafterin K. Holzinger.

Gerade das rasche Veraltern des Wissens unterstreicht die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens: "Um 1800 betrug die Halbwertszeit, also die Zeitdauer der Verdopplung des Wissens der Menschheit, noch 100 Jahre. Seitdem ist die benötigte Zeitdauer, in der sich das Weltwissen verdoppelt, auf fünf Jahre geschrumpft. Der Zeitraffer, mit dem bisheriges Wissen überholt und durch neues ersetzt wird, eskaliert in einem schwindelerregenden Tempo. Heute wird weltweit jede Minute eine neue chemische Formel entwickelt, alle 3 Minuten ein neuer physikalischer Zusammenhang erforscht und alle 5 Minuten eine neue medizinische Erkenntnis gewonnen", schreibt der Erziehungswissenschafter W. Marotzki.

N. Graf von der Berufsakademie in Mosbach bringt die Konsequenzen daraus auf den Punkt: "Das Wertschöpfungspotenzial der Unternehmen beruht immer weniger auf der Qualität ihrer Produkte, sondern auf der In-Wert-Setzung ihres Wissens. Unternehmenserfolg hängt somit in hohem Maße von der gezielten Filterung und Bereitstellung von Wissen sowie der permanenten Weiterbildung der Mitarbeiter ab. Das bedeutet lebenslanges Lernen."

Die Bedeutung der Mitarbeiter/innen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens ist absolut wichtig: "Unser Erfolg hängt einzig und allein von den Leuten ab, die wir aufnehmen, die bei uns bleiben und die wir fördern. Wie herausragend unsere Leistungen in den Bereichen Marketing, Design, Immobilien, Produktion, Geschäftsbetrieb, Produktentwicklung oder Forschung und Entwicklung auch sein mögen, sie werden letztendlich von den Mitarbeitern des Unternehmens interpretiert und umgesetzt", meint der Starbucks-Gründer H. Schultz. Und die Wissensgesellschaft sowie die Kommunikationstechnologien wirken sich auch auf Arbeitsformen und die Organisation aus: "Die Arbeitswelt wird mobiler, wissensorientierter und zunehmend von Technologie bestimmt", schreibt M. Streimelweger. Und weiter: "Arbeitsplatz-Modelle der Zukunft werden flexibel und individuell orientiert sein: Telearbeit, geteilte Arbeitsplätze, non-territoriale Bürokonzepte. Es wird immer mehr "Wissensarbeiter" geben." Alle diese Fakten sowie die große Bedeutung, die permanente Aus- und Weiterbildung für die individuelle Sicherheit des Arbeitsplatzes bzw. den gesteigerten "Wert" am Arbeitsmarkt haben, unterstreichen die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens.

Quelle: bfi-wien




 

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