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Kündigung - Hilfe und Beratung für den ersten Schock

Wie gehe ich am besten damit um?

Das Thema Arbeitslosigkeit ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Österreich längst zum traurigen Alltag geworden, wer von uns kennt nicht jemanden, dessen Firma kurz vor dem Konkurs steht, oder hat Freunde die kürzlich entlassen worden sind?

Das Thema Arbeitslosigkeit zieht sich durch alle beruflichen Schichten und kann den Topmanager ebenso treffen wie einfache Angestellte. Wie aber soll man bloß damit umgehen, wenn es einen selbst getroffen hat?


Erst einmal den Schock verdauen

Wahrscheinlich werden Sie einige Tage brauchen, um zu realisieren was überhaupt geschehen ist. Nehmen Sie sich diese Auszeit, wenn Sie niemanden sehen möchten, dann ist das eben so und Sie bleiben an Ihrem Feierabend zu Hause. Auf Dauer sollten Sie sich jedoch nicht völlig isolieren. Sie werden sehen, wie befreiend ein Gespräch mit einem guten Freund wirken kann.


Nehmen Sie’ s nicht persönlich

Oft hat Arbeitslosigkeit noch nicht einmal direkt mit der beruflichen Qualifikation zu tun. Eine Entlassung ist keine Verurteilung Ihrer Persönlichkeit, sondern kann die unterschiedlichsten Gründe haben und so ziemlich jeden treffen. Und denken Sie immer daran: Sie sind nicht alleine.


Ziehen Sie Bilanz

Hand auf’s Herz, war denn ihr alter Job genau der Beruf, den Sie sich erträumt haben? Gab es da nicht genug Punkte, die Sie frustriert haben? Hatten Sie genug Eigenverantwortung? Waren Sie freigespielt für Ihre eigentlichen Funktionen? Hatten Sie jederzeit die Unterstützung die Sie brauchten? Was konkret hat Sie gestört? Welcher Bereich Ihrer Arbeit interessiert Sie so, dass Sie sich gerne intensiver damit befassen möchten? Haben Sie sich einen Bereich gesucht, in dem Sie Ihre Stärken optimal einsetzen konnten?

Ziehen Sie - am besten schriftlich - Bilanz. Es ist wichtig, dass Sie sich ungeschönt mit sich selbst auseinandersetzen, nur so wird es Ihnen gelingen die Weichen für den nächsten Job gut zu stellen. Sie sind jetzt frei. Durch diese einfache Übung kann es Ihnen gelingen, Ihre berufliche Zukunft schon viel klarer vor sich zu sehen.


Achten Sie auf sich

Lassen Sie nicht zu, dass Ihre berufliche Situation Sie derart belastet, dass Sie krank werden. Dass Sie niedergeschlagen sind, ist kein Wunder. Wenn Sie jedoch Zeichen einer wirklichen Depression (verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle der Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Selbstmordgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen, Schlafstörungen, verminderter Appetit) an sich bemerken, ist es höchste Zeit, etwas zu unternehmen.
Eines vorweg: eine Depression kann organische Ursachen haben bzw. durch bestimmte Fehlfunktionen des Körpers (z.B: eine Fehlfunktion der Schilddrüse) beeinflusst werden. Wenn Sie also den Eindruck haben, unter einer echten Depression zu leiden, dann ist es Ihre Pflicht, Ihnen selbst und Ihren Angehörigen gegenüber, diese Möglichkeit in Erwägung zu ziehen und einen qualifizierten Arzt aufsuchen. Zögern Sie durch den Gedanken "Ach das geht vorbei" Ihr Handeln nicht hinaus. Auch wenn eine organische Ursache auszuschliessen ist, handeln Sie! Gehen Sie zu jemandem, der Ihnen therapeutsche oder medikamentöse Hilfe anbieten kann!

Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, versuchen Sie sich auf jeden einzelnen Moment Ihres Lebens zu konzentrieren und nicht dauernd über Ihr Schicksal nachzudenken. Lernen Sie abzuschalten, dann haben Sie auch die nötige Kraft sich der neuen Situation zu stellen.


Auf die richtige Einstellung kommt es an!

Ok, Sie haben sich einige Tage zurückgezogen, Sie haben Gespräche mit guten Freunden geführt, sich an die neue Situation gewöhnt und vielleicht haben Sie sogar offen eine Bilanz gezogen. Bravo, Sie sind schon einen großen Schritt weiter, aber was kommt jetzt? Im chinesischen besteht das Wort für Krise aus den beiden Zeichen "Gefahr" und "versteckte Gelegenheit". Betrachten Sie Ihre jetzige Situation nicht ausschließlich als Schicksalsschlag, dem Sie hilflos ausgeliefert sind. Mit dem Lebensmotto "Man kann ja doch nichts dagegen tun!" ist noch niemand weit gekommen. Werden Sie aktiv, kämpfen Sie für das was Sie gerne erreichen möchten! Auch wenn es hart klingt verkriechen Sie sich nicht in Selbstmitleid und Passivität. Machen Sie sich Ihre Stärken bewusst und glauben Sie an sich. Niemand wird eines Tages vor der Tür stehen und Ihnen Ihren Traumjob anbieten, bloß weil die böse Wirtschaft sie entlassen hat. Dafür müssen Sie schon selbst etwas tun. Hinterher werden Sie stolz auf das sein, was Sie erreicht haben.

Lesen Sie auch unseren Artikel "Ihr gutes Recht bei einer Kündigung".


 

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