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Jobs der Zukunft : Lebenslanges Lernen und Mobilität

Unterqualifizierte Jobs verschlechtern Aussicht auf Chefsessel

30.03.2006

Im Rahmen des Symposiums "Faktor Mensch 06" der Steirischen Wirtschaftsförderung haben sich heute, Mittwoch, führende Köpfe aus Wirtschaft, Industrie und Forschung Fragen aus dem Gebiet der betrieblichen Qualifizierung gewidmet und die Ansprüche des künftigen Arbeitsmarkts beleuchtet. "Der Markt fordert eine Mischung aus fachlichen Qualifikationen und überzeugenden soft skills, wie beispielsweise das persönliche Sozialverhalten", betont Irene Mandl, Projektleiterin bei KMU-Forschung Austria, im Interview.

Um auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft zu bestehen, müsse man sich auf eine längere Lebensarbeitszeit einstellen. "Das erzwingt die Offenheit für lebenslanges Lernen", sagt Mandl weiter. Jedoch müsse die Umgebung das auch unterstützen, so die Expertin. Auf dem Gebiet der Mobilität scheint Österreich noch etwas Aufholbedarf zu haben. Sei es der Wechsel in einen anderen Beruf oder der Sprung in ein anderes Unternehmen. "Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Mobilität in Österreich noch sehr gering", meint Mandl.

Die Bedeutung qualifizierter Mitarbeiter nimmt immer mehr zu. Laut Mandl würden sich die Unternehmen dessen immer bewusster. "Für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft ist das unerlässlich", unterstreicht die Expertin. Für Weiterbildungen sollten Arbeitnehmer und -geber gleichermaßen sorgen. Tendenziell sei es so, dass sich höher qualifizierte Mitarbeiter eher weiter fortbilden möchten, als niedriger qualifizierte Menschen. Diese sollten verstärkt von der Unternehmensleitung auf Angebote aufmerksam gemacht werden.

Auch die Globalisierung stellt die österreichischen Unternehmen vor neue Herausforderungen, denn das richtige Einschätzen ausländischer Bildungsabschlüsse und Arbeitsnachweise ist oft problematisch. Aufgrund von Unsicherheit über das tatsächliche Können eines neuen Mitarbeiters vergeben Personalchefs eher eine niedriger qualifizierte Arbeit. "Dadurch gelangt man schnell in einen Teufelskreis", erklärt Mandl. Denn mit dem Nachweis über eine wenig anspruchsvolle Tätigkeit verschlechtern sich bei einem anderen Unternehmen sogar die Chancen auf einen guten Job.

Quelle: OTS

 

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