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IKEA - Pack`die Badehose ein

PR-Gag von IKEA stößt bei ÖGB Frauen auf Unverständnis

Eine etwas seltsame Pressemeldung der ÖGB-Frauen erreichte heute die heimischen Redaktionsstuben. Darin bringen die Gewerkschaftsfrauen ihren Unmut über den aktuellen Werbegag des Möbelhauses IKEA zum Ausdruck.

Zur Erklärung: IKEA veranstaltet am 25. Juni 2004 die Aktion "Komm & zahl nix!". Die ersten zehn Kunden, die sich in der Früh in Badehose, Bikini oder Badeanzug vor einem IKEA Einrichtungshaus einfinden, dürfen alle IKEA Produkte aus dem Selbstbedienungsbereich gratis mitnehmen, die sie eigenhändig (mit Hilfe einer gelben IKEA-Tasche) in einer vorgegebenen Zeit zur Kassa tragen können. Die nächsten 100 Mitspieler erhalten einen IKEA Gutschein im Wert von je € 10,-, weitere 1.000 bekommen ein Eis spendiert.

Diese durchaus witzige PR-Aktion, die sicher hunderte Teilnehmer bzw. "Zaungäste" in ganz Österreich anlocken wird, stößt beim ÖGB offenbar auf blankes Unverständnis. Die ÖGB-Frauen kritisieren in ihrer Aussendung, dass den Beschäftigten von IKEA zugemutet werde, halbnackte KundInnen zu bedienen. "Wären sie Bademeister, wäre daran nichts auszusetzen. In einem Einrichtungshaus aber haben derartige Arbeitsbedingungen nichts verloren", zeigt sich Sylvia Ledwinka, Bundesfrauensekretärin des ÖGB entrüstet. Und weiter: "Für kreative Werbemaßnahmen und Gewinnspiele sind wir immer zu haben. Für Peinlichkeiten, die dann die Beschäftigten "ausbaden" müssen aber sicher nicht."

Wir wollen nicht näher hinterfragen, warum für Frau Ledwinka Menschen in Bikini oder Badeanzug so ein schrecklicher Anblick sind, dass man die armen IKEA-Mitarbeiter davor in Schutz nehmen muss. Vielleicht wird bei den ÖGB-Frauen ja auch schon an Ideen für eine Schmerzens-Zulage für alle Bademeister, Surflehrer, Donauinsel-Wirte und Schrebergarten-Besitzer gebastelt? In der Zwischenzeit - sozusagen als Soforthilfe - könnten ja ÖGB-Frauen am 25. Juni ein paar dunkle Schutzbrillen aus den Beständen der letzten Sonnenfinsternis verteilen ...

Oder man denkt nochmal über die Sache nach und kommt vielleicht zu dem Ergebnis, dass durch diesen PR-Gag viele Kunden angelockt werden, die dann durch ihre Umsätze wiederum die Arbeitsplätze der IKEA-Mitarbeiter sichern. Ein bis zwei Stunden lang Menschen im Badeanzug betrachten im Austausch gegen einen sicheren Arbeitsplatz - das halten wir für einen fairen Deal.

Nähere Informationen zu der Aktion "Komm & zahl nix!" sowie die genauen Öffnungszeiten der einzelnen IKEA-Standorte finden Sie hier auf der IKEA-Webseite ...


 

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