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Freude am Leben und an der Arbeit

Arbeit hält gesund wenn die innere Einstellung stimmt

30.05.2006

Am Arbeitsplatz sollten gesundheitsfördernde Bedingungen herrschen. Bei der Auftaktveranstaltung des neu gegründeten Kuratoriums für psychische Gesundheit präsentierten drei Salzburger Vorzeigeunternehmen ihre Strategien zur Gesunderhaltung der MitarbeiterInnen. Denn jeder in das Wohlbefinden investierte Euro kommt mindestens 2,4fach alleine durch die Reduktion der Krankenstände zurück. Die psychische Gesundheit der MitarbeiterInnen trägt wesentlich zum Unternehmenserfolg bei.

Arbeit bestimmt sehr intensiv den Alltag der meisten Menschen und beansprucht viel von unserer Lebenszeit. "Von der Arbeit können vielegesundheitsfördernde Impulse ausgehen, wenn man weiß, wie man mit Anforderungen konstruktiv umgehen kann", so Prim. Dr. Manfred Stelzig, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums für psychische Gesundheit.

"Das Kuratorium bietet mit seinen Partnern darüber hinaus Seminare zur Verbesserung der Kommunikation am Arbeitsplatz, zur Entwicklung von Problemlösungsstrategien, zur Stressbewältigung und Burn-Out-Prophylaxe sowie zum bewussten Umgang mit Alkohol an. Damit trainieren wir wesentliche Fähigkeiten, die man braucht, um gesund zu bleiben", so Stelzig. Weitere Arbeitsschwerpunkte des Kuratoriums im heurigen Jahr werden die Themen Schule, Familie bzw. Kinder und ältere Menschen sein.

Arbeit hält also grundsätzlich einmal gesund, sofern bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sind und die innere Einstellung stimmt. Dr. Herbert Rohn vom Arbeitsmedizinischen Dienst (AMD) in Salzburg untermauert die gesundheitsfördernden Aspekte der Arbeit im Umkehrschluss: wer nicht arbeiten darf und zu den Langzeitarbeitslosen gehört, dessen mittlerer medizinischer Status nimmt signifikant ab, ebenso wie die körperliche Leistungsfähigkeit und die sportlichen Aktivitäten.

Dagegen nimmt die psychische Belastung drastisch zu, diese Gruppe hat zu 30 Prozent mehr psychische Störungen und doppelt so viele Herzkreislauferkrankungen als die arbeitenden Menschen. Das Depressions- und Suizidrisiko steigt um das 20fache. Mag die tägliche Mühsal der Arbeit manchem noch so groß erscheinen, im Vergleich zur Arbeitslosigkeit ist Arbeit das viel bessere Los.

Wer in hellen, luftigen Räumen arbeitet, seinen Arbeitsplatz individuell gestalten, die Arbeitszeit selbst einteilen und Abläufe eigenständig organisieren darf, in Entscheidungen eingebunden ist und so gefordert wird, dass er/sie eine Herausforderung erlebt, ohne sich überfordert zu fühlen, der findet gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen vor.

Kommen dann noch Wertschätzung und Anerkennung durch Vorgesetzte und KollegInnen dazu, herrscht ein kooperatives und kommunikatives Klima, dann darf man sich mit Recht an einem Traumarbeitsplatz wähnen, der der Gesundheit zuträglich ist. Manche Salzburger Unternehmen leben das bereits vor, in anderen gibt es noch viel zu tun.

Es gibt Berechnungen, dass jeder in die Gesundheit der MitarbeiterInnen investierte Euro mit mindesten 2,5 Euro alleine durch die Reduktion der Krankenstände zurückkommt. Große Salzburger Unternehmen ergreifen mittlerweile gezielte Maßnahmen zur Gesunderhaltung ihrer MitarbeiterInnen: Neben Ernährung, Bewegung, Konflikt- und Stressmanagement wird stark auf die vertrauensbildende Kommunikation zwischen Führungskräften und MitarbeiterInnen gesetzt.

Das Kuratorium für psychische Gesundheit ist ein Netzwerk für die gesunde Seele mit derzeit 26 Mitgliedern (Vereinen). Es versteht sich als Partner der Gesundheits- und Sozialpolitik und trägt Sorge für die Sicherung und Förderung der psychischen Gesundheit der Menschen in Salzburg. Für jene, die bereits erkrankt sind, will das Kuratorium die Versorgung und Rehabilitation verbessern.

Weitere Informationen findet man im Internet unter: www.kuratorium-psychische-gesundheit.at

Quelle: pte

 

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