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Umfrage: Welche Fremdsprachen sind im Job wichtig?

Ostsprachen gewinnen immer mehr an Bedeutung

20.04.2009

Für acht von zehn österreichische Unternehmen spielen Fremdsprachenkenntnisse bei der Personalrekrutierung eine Rolle. 52 % davon messen den Fremdsprachen eine sehr hohe bis hohe Bedeutung zu. Den größten Fremdsprachenbedarf sehen Unternehmen in der Größe zwischen 101 und 200 Mitarbeitern. 91 % davon finden, dass Fremdsprachen Bedeutung haben. Zu diesen Ergebnissen kommt eine im Auftrag des WIFI Österreich im März 2009 durchgeführte Studie des Gallup-Instituts, bei der Personalverantwortliche in österreichischen Unternehmen befragt wurden.

73 % der Unternehmen testen beim Einstellungsgespräch die sprachlichen Fähigkeiten der BewerberInnen. Fast die Hälfte der Personalverantwortlichen tut dies mündlich, 41 % lassen sich einen schriftlichen Erfolgsnachweis erbringen und 13 % testen die Kenntnisse schriftlich ab. Jedes fünfte Unternehmen beklagt aufgrund mangelnder Fremdsprachenkenntnisse der Mitarbeiter negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg. Diese reichen von Beschwerden, Zusatzkosten, Kontaktproblemen und Informationsdefiziten bis hin zu Auftragsverlusten! In Ostösterreich (Wien, NÖ und Burgenland) ist sogar fast jedes dritte Unternehmen davon betroffen. Dies bestätigen auch die Ergebnisse einer von der europäischen Kommission im Vorjahr veröffentlichten Studie, die aufzeigt, dass 11 % der Unternehmen aufgrund mangelnder Sprachkompetenz ihrer Mitarbeiter Aufträge verlieren. Interessant ist auch, dass Fremdsprachen nicht nur auf der Führungsebene oder im Verkauf gebraucht werden, sondern mehr oder weniger quer durch alle Ebenen im Betrieb. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, wenn wirklich jeder einzelne Auftrag zählt, wirkt sich das besonders nachteilig aus.

Mit 81 % führt Englisch die Rangliste der wichtigsten Fremdsprachen an. Platz 2 teilen sich Italienisch, Serbisch/Kroatisch, Tschechisch/Slowakisch, Ungarisch, Polnisch, Türkisch und Rumänisch mit jeweils 21 %, dicht gefolgt von Französisch mit 20 %. Dahinter rangieren Russisch (18 %) und Spanisch (15 %). In Unternehmen, bei denen Fremdsprachen eine sehr hohe bzw. hohe Bedeutung haben, teilt sich Russisch mit Französisch bereits Platz 2, und die Ostsprachen sind für ein Viertel der Befragten wichtig.

Bei der Frage wie gut die Fremdsprachenkenntnisse der BewerberInnen seien, stellen die Befragten keine guten Zeugnisse aus. Nur 5 % der BewerberInnen erhalten die Note "sehr gut". 50 % sind "eher gut" bis "weniger gut". Wobei die Jobanwärter im Osten Österreichs mit nur 3 % "sehr gut" sowie 44 % "eher gut" am schlechtesten abschneiden. 18 % der Studienteilnehmer sind der Meinung, dass es Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Von denen, die diese Ansicht teilen, sagen 94 %, dass Frauen besser seien.

Rund die Hälfte der Befragten bemerkt einen Unterschied zwischen Berufseinsteigern und Bewerbern mit Berufserfahrung. Davon sind nahezu zwei Drittel (72 %) der Meinung, dass Berufseinsteiger bessere Fremdsprachenkenntnisse haben.

Bei der sprachlichen Weiterbildung werden junge Mitarbeiter bevorzugt: Der Großteil, nämlich 45 % der Unternehmen, lässt mehrheitlich MitarbeiterInnen zwischen 20 und 30 Jahren sprachlich schulen. Bei 34 % der Betriebe liegt der Schwerpunkt der Ausbildungen auf MitarbeiterInnen zwischen 31 und 49 Jahren. Lediglich 2 % der Unternehmen investieren mehrheitlich in die sprachliche Ausbildung der Generation 50+. Experten betonen jedoch, dass die Lernleistung beim Sprachenlernen bis ins hohe Alter erhalten bleibt, d.h. Fremdsprachen kann man ohne Leistungsabfall "lebenslang" lernen.

Das WIFI bietet mit jährlich über 3.600 Sprachkursen im offenen Bereich (Kursteilnehmer finanzieren Sprachkurse vielfach privat und besuchen diese Weiterbildung nahezu ausschließlich in der Freizeit) und fast 700 Unternehmenstrainings in 20 Sprachen eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten für Sprachbegeisterte. Sprachtrainings werden in den WIFIs vielfältig angeboten: von Einzelcoachings für Führungskräfte über Kleingruppentrainings bis hin zu Blended-Learning-Seminaren (Kombination aus eLearning und Präsenzlernen). Mehr Informationen zum WIFI Sprachenangebot finden Sie unter www.wifi.at/Sprachen.

Quelle: ots

 

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