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Bewegung im Büro wichtig für die Gesundheit

Kleine Bewegungspausen sollen den sitzenden Alltag ergänzen



Arbeitnehmer, die täglich ausnahmslos sitzend hinter dem Schreibtisch zu tun haben, setzen ihren Körper ungeahnten Belastungen aus. Forscher des Medical Research Institute Neuseeland weisen darauf hin, dass Bürojobs - speziell in Kombination mit vielen Überstunden und hastigen Mittagspausen - das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen.

Sitzende Tätigkeit als Risiko?

Laut Bericht des "New Zealand Medical Journal" widmeten sich die Wissenschafter um Richard Beasley in ihrer kleinen Untersuchung insgesamt 62 Patienten, die aufgrund einer tiefen Venenthrombose ins Spital aufgenommen worden waren. Bei dieser Erkrankung bildet sich ein Blutgerinnsel in einer der tiefer gelegenen Venen, meist in Bein oder Becken. Das Gerinnsel verlegt das Gefäß und stört damit den Blutfluss zum Herzen. Wie Beasley und sein Team feststellten, handelte es sich bei einem Drittel der Spitalspatienten mit einer solchen Phlebothrombose um Büroangestellte, die täglich zahlreiche Stunden vor dem Computer zubrachten.

Ein Arbeitstag wie ein Langstreckenflug ...

Im Detail hatten 34 Prozent der Betroffenen lange Zeiten am Schreibtisch hinter sich; 21 Prozent hatten kurz nach einem Langstreckenflug das Spital aufgesucht. Im Zusammenhang mit Flugreisen sind Thrombosen auch als "Economy-Class-Syndrom" bekannt, da bei der langen Bewegungsarmut im Flugzeug das Risiko für die Krankheit steigt. Indes kommt stundenlanges Sitzen in der Arbeit freilich weitaus öfter vor als ein Langstreckenflug. Daher hatten die Wissenschafter in der vorliegenden Studie ihr Augenmerk vor allem auf die betroffenen Büroangestellten gelegt.

14 Stunden vor dem Bildschirm

Manche der Patienten, berichtet der Studienleiter, hatten vor ihrer Erkrankung bis zu 14 Stunden vor dem Monitor verbracht - mitunter drei bis vier Stunden am Stück, ohne aufzustehen. Besonders verbreitet war dieses Phänomen in der IT-Branche und in Call Centern, gibt Beasley an. Organisationspsychologe Cary Cooper von der britischen Lancaster University ortet indes nicht nur körperliche, sondern auch psychologische Effekte der ständigen Konzentration auf den Bildschirm.

"Neue Technologien verursachen nicht nur physische Probleme, weil die Menschen sich nicht bewegen, sondern auch psychologische Schwierigkeiten, weil sie nicht von Angesicht zu Angesicht mit ihren Kollegen interagieren", meint Cooper. Beschäftigte arbeiten heute außerdem oft länger als in früheren Zeiten, und verbringen selbst ihre Mittagspause mit Semmel oder Sandwich vor dem Bildschirm.

Gehen statt mailen

Ins Nebenzimmer gehen statt anrufen oder mailen, den Drucker so platzieren, dass man immer wieder aufstehen muss,zwischendurch recken und strecken - das sind einige der Tipps, mit denen man mehr Bewegung in den Büroalltag bringen kann, weiß auch der Fonds Gesundes Österreich. Wer seinem Körper regelmäßig Ausgleich verschafft, kann damit nicht nur den gefährlichen Blutgerinnseln vorbeugen, sondern auch die von der Schreibtischarbeit strapazierte Wirbelsäule entlasten.

Unabhängig davon sei die Bedeutung von Bewegung im Alltag nicht gering zu schätzen, unterstreicht auch Seinost. "Oft reichen schon vermeintlich kleine Maßnahmen: Auf den Aufzug zu verzichten und stattdessen die Treppen zu steigen oder auf dem Weg zur Arbeit bereits eine Station früher auszusteigen und den Rest zu Fuß zu gehen."

Quellen: Netd, bbc

 

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