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Betriebsübergabe

Vorbereitung oft zu gering, aber die Meisten sind erfolgreich

In der Dekade 2004 bis 2013 stehen rund 51.500 österreichische Klein- und Mittelbetriebe mit insgesamt rund 440.000 unselbstständig Beschäftigten vor der Herausforderung, die Unternehmensübergabe bzw. -nachfolge zu meistern. Dies entspricht knapp einem Viertel der heimischen Unternehmen bzw. der Arbeitsplätze der gewerblichen Wirtschaft. Im letzten Jahr wurden bundesweit rund 5.250 Unternehmen an einen neuen Eigentümer bzw. Geschäftsführer übergeben. Einpersonenunternehmen sind in dieser Berechnung der Anzahl der betroffenen Unternehmen nicht inkludiert, da eine derartige Unternehmensnachfolge vom Charakter her eher als Neugründung zu sehen ist.

Die meisten Unternehmensnachfolgen in Österreich (rund 60 %) finden im Familienkreis statt, wenngleich der Anteil der Unternehmensübertragungen außerhalb der Familie kontinuierlich ansteigt. Primärer Anlass ist der Generationenwechsel, also die Erreichung des pensionsfähigen Alters des Übergebers. Erfreulicherweise zeigt sich, dass der überwiegende Teil der Unternehmensnachfolgen tatsächlich klappt. Ursachen für das Scheitern von Unternehmensnachfolgen liegen primär in der mangelhaften Planung (in nur einem Fünftel der Fälle wird eine konkrete Planung vorgenommen), der Nichtinanspruchnahme von externer Beratung sowie der mangelnden Erfahrung der Nachfolger/innen (dies bezieht sich primär auf Berufserfahrung im betreffenden Unternehmen).

Eine aktuelle Studie zum Thema Betriebsübergabe, die die österreichischen Volksbanken (ÖVAG) gemeinsam mit KPMG und Wirtschaftskammer in Auftrag gegeben haben, hat ergeben, dass sich weniger als ein Drittel der Befragten ein ganzes Jahr oder länger auf die Übernahme vorbereiten, ein Fünftel nimmt sich höchstens sechs Monate dafür Zeit.

Zu kämpfen haben die Neo-Geschäftsführer weniger mit fehlenden Managerqualitäten als mit fehlender Information und Fehleinschätzungen. Leider kommt es nicht selten vor, dass Kunden und Lieferanten mehr am vorigen Besitzer als am Unternehmen selbst hängen und durch den Eigentümerwechsel verloren gehen. Als Gegenmaßnahme raten die Experten zu möglichst umfassender Information aller Geschäftspartner durch den alten Besitzer und gründliche Analyse des Marktes.

Die gute Nachricht zum Schluss: Betriebsnachfolgeunternehmen haben im Schnitt eine längere Lebensdauer als Neugründungen. Nur vier bis fünf Prozent scheitern in den ersten fünf Jahren gegenüber bis zu 50 Prozent, die mit einer Neugründung Pleite machen.

Quelle: KMU Forschung Austria / derstandard.at


Weitere Infos für Selbständige und den Weg in die Selbständigkeit inkl. Link zur Betriebs-Nachfolgebörse finden Sie auf der folgenden Seite ...



 

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