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Beschäftigte über 45 - Anzahl wird jährlich größer

Betriebe sind darauf nur schlecht vorbereitet

In zehn Jahren sind die über 45-Jährigen mit knapp 40 Prozent die größte Gruppe der Erwerbstätigen. Im Jahr 2015 werden allein in Oberösterreich um 28.000 weniger Arbeitskräfte im Alter unter 40 Jahren zur Verfügung stehen. Die Zahl der über 40-Jährigen wird hingegen um 61.000 zunehmen. Die meisten Betriebe sind auf diese Entwicklung nicht beziehungsweise nur schlecht vorbereitet.

"Die Arbeitabläufe sind so organisiert, als würden die Beschäftigten nicht älter", erklärte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer dieser Tage bei der Präsentation der Studie "Alter-Arbeit-Anerkennung". Weiterbildungsangebote orientieren sich primär an den Bedürfnissen der jüngeren Mitarbeiter/-innen. Hohe oder einseitige Belastungen sind auf Dauer nicht zu bewältigen und führen mit zunehmendem Alter zu extremen Verschleißerscheinungen. Ältere laufen Gefahr, mit neuen Entwicklungen nicht mehr Schritt halten zu können. Deshalb muss bereits bei Jüngeren darauf geachtet werden, dass sie auch mit zunehmendem Alter gesund, motiviert und leistungsfähig bleiben.

Ziel der von der Arbeiterkammer und dem Land Oberösterreich geförderten repräsentativen Arbeitnehmer/-innenbefragung war, von den Beschäftigten selbst Informationen über die betrieblichen Bedingungen zu erhalten, die es älteren Arbeitnehmer/-innen ermöglichen, einerseits leistungsfähig und andererseits motiviert bis zum Pensionsantritt zu arbeiten. Als "alterskritisch" wurden dabei besonders der Erhalt und die Weiterentwicklung der Qualifikationen, die Gesundheit und die Motivation angesehen.

Große Unterschiede klaffen zwischen der konkreten und der gewünschten Situation am Arbeitsplatz: Bei der Anerkennung und Honorierung der geleisteten Arbeit, bei den beruflichen Perspektiven, beim Thema Gesundheit am Arbeitsplatz und beim persönlichen Handlungsspielraum gibt es viel Verbesserungsbedarf. Mit zunehmendem Lebensalter kommt der Arbeitsplatzsicherheit eine größere Bedeutung zu.

Um die Situation älterer Arbeitnehmer/-innen am heimischen Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern beziehungsweise die Beschäftigungsquote Älterer anheben zu können, müssen aus Sicht der Arbeiterkammer Oberösterreich die wesentlichen innerbetrieblichen Voraussetzungen in den Bereichen Qualifikation, Motivation und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten für eine gute Arbeitsleistung über alle Altersstufen hinweg erfüllt sein. Besonders wichtig ist es, Verbesserungen für einzelne Berufsgruppen zu finden, die während der gesamten Dauer ihres Arbeitslebens unter starken Arbeitsbelastungen leiden. Dazu gehören zum Beispiel die Bauberufe, die Schichtarbeit, die Gastronomieberufe, die Pflegeberufe usw.

Rund 25 Prozent der in der Studie Befragten sind überzeugt, dass man in Österreich am Arbeitsmarkt schon mit 40 zum alten Eisen zählt.

Quelle: AK OÖ


 

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