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Jeder zweite Arbeitnehmer schon in Abfertigung Neu

Mitarbeitervorsorgekassen veranlagen drei Jahre nach Start

29.03.2006

Die ersten drei Jahre der so genannten "Abfertigung Neu" sind eine wahre Erfolgsstory: mit 1,7 Millionen Anwartschaftsberechtigten wurde per Ende 2005 in Österreich die Abfertigung bereits für jeden zweiten Arbeitnehmer von einer Mitarbeitervorsorgekasse veranlagt. Die dynamische Aufwärtsentwicklung zeigt sich auch beim verwalteten Vermögen, das sich auf 697 (2004: 365) Millionen Euro fast verdoppelt hat. Die dabei im Jahr 2005 erzielte Performance lag bei allen Mitarbeitervorsorgekassen über 4 % und ist somit mehr als nur herzeigbar - vor allem wenn man bedenkt, dass mit zehnjährigen Bundesanleihen nicht mehr als etwa dreieinhalb Prozent erzielbar waren.

"Wenn wir die absehbare Veranlagungsdauer steigern können, dann sind auch höhere Renditen möglich", sagt Andreas Csurda, der Vorsitzende der Plattform Mitarbeitervorsorgekassen. Denn eine bessere Performance sei im abgelaufenen Jahr im Wesentlichen durch eine höhere Aktienquote erzielt worden, die wiederum von der durch das erwartete Entnahmeverhalten beeinflussten Veranlagungsdauer abhängt. Und gerade was Entnahmen betrifft, wird 2006 für die Mitarbeitervorsorgekassen ein sehr spannendes Jahr: Denn nach 36 Beitragsmonaten können sich Dienstnehmer bei einem Arbeitgeberwechsel ihr bei der Mitarbeitervorsorgekasse angesammeltes Guthaben auszahlen lassen. "Wenn wie bei einem Girokonto ständig abgehoben wird, muss der Aktienanteil niedrig gehalten werden - und darunter würde langfristig die Performance leiden. Die Entwicklung von Abfertigungen kann aber nur langfristig bewertet werden", so Csurda.

Insgesamt hat sich 2005 die Zahl der Beitrittsverträge auf 233.545 (2004: 183.610) erhöht. Ein großer Schritt vorwärts für die breite Marktdurchdringung der "Abfertigung Neu" war dabei das durch den Gesetzgeber gestartete Zuweisungsverfahren. Im Zuge dessen bekamen Unternehmen eine Mitarbeitervorsorgekasse zugeteilt, wenn sie für ihre Mitarbeiter oder Gruppen ihrer Mitarbeiter noch keine ausgewählt hatten. Davon profitieren Unternehmen wie Mitarbeiter - denn diese erhalten nun regelmäßig Kontoinformationen, und die entrichteten Beiträge werden gewinnbringend veranlagt.

Ein Wunsch der Branche an den Hauptverband sei eine weitere Verbesserung der Datenqualität, erklärt Csurda, denn beim Zuweisungsverfahren sei noch immer ein erheblicher Teil doppelt oder falsch gemeldet worden. Und einen Wunsch richtet Csurda auch an Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, auf dessen Schreibtisch seit Juni 2005 eine gemeinsam mit Sozialpartnern und Hauptverband fix und fertig abgestimmte Novelle des Betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetzes (BMVG) auf seine Freigabe wartet: "Diese Novelle ist notwendig, weil sie auf Basis der Erfahrungen aus den ersten zwei Jahren Kinderkrankheiten des Systems eliminiert."

Quelle: OTS

 

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