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Alkohol- und Unfall-Vorsorge am Arbeitsplatz

Immer mehr Betriebe setzen Alkomaten ein

21.09.2006

Mehr als20 % aller Arbeitsunfälle sind alkoholbedingt. Mit dieser Zahl haben die Experten des Innsbrucker Programms "Prävention in Betrieben (PIB)" auf das Problem Alkohol aufmerksam gemacht. Wie Heinz Fuchsig von der AUVA, Projektpartner des Programms, auf einer Pressekonferenz bekannt gab, sind fünf Prozent der Österreicher alkoholkrank und weitere zehn Prozent akut missbrauchsgefährdet.

Kontrollieren und helfen statt Strafe

Wenn Arbeitsunfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geschehen, kann dies sowohl für den Mitarbeiter als auch für den Arbeitgeber fatal sein. In manchen Fällen werden sogar die Arbeitgeber aufgrund einer Aufsichtspflichtverletzung zur Verantwortung gezogen. Dabei könnten geeignete Atemalkoholtestgeräte schnell Aufschluss über den Zustand des Mitarbeiters geben. Mit solchen, mittlerweile einfachen und kostengünstigen Geräten ist es möglich, die Alkoholkonzentration innerhalb weniger Sekunden zu prüfen.

Enorme Abschreckung

Johannes Burgstaller, Firmenchef und Benutzer von solchen Alkoholtestgeräten, ist überzeugt: "Mit dem Einsatz von freiwilligen Alkoholtests ist allen geholfen. Den Kollegen, dem betroffenen Mitarbeiter und dem Unternehmen selbst. Insbesondere die Abschreckungswirkung ist enorm. Zudem kann man in einem frühen Stadium dem Betroffenen auch noch Hilfe leisten. Wir praktizieren dies in unseren Fahrschulen seit mehreren Jahren und können uns als alkoholfreier Betrieb bezeichnen. Lieber 10 Tests zuviel, als einer zu wenig! Eine Alkoholbeeinträchtigung z. B. eines Fahrlehrers könnten wir auf keinen Fall akzeptieren."

Steigendes Interesse der Arbeitgeber

Immer mehr Chefs denken so über Alkoholtests. "Wir verzeichnen gerade im Segment Arbeitsplatz-Sicherheit steigende Absätze", bestätigt Roland Petermaier, Geschäftsführer der Firma Alco-Control-Europe, die Alkohol- und Drogentestprodukte anbietet. "Interessant dabei ist, dass die meisten Verantwortlichen die Geräte hauptsächlich zur Abschreckung bzw. Alkoholprävention einsetzen", sagt Petermaier."

Langsamer Kulturwandel

Haben vor einem Jahrzehnt viele Betriebe Alkohol am Arbeitsplatz noch toleriert, so ist die Akzeptanz der Arbeitgeber dem Alkohol gegenüber deutlich gesunken. Dennoch: Der aktuelle Bericht der PIB in Partnerschaft mit der AUVA bestätigt: Alkohol ist noch immer die "Droge Nr. 1".

Hilfe für Betroffene

Der Appell der Spezialisten an die Vorgesetzten: das Tabuthema Alkohol nicht moralisierend ansprechen, sondern Hilfen in Form von Beratungsstellen anbieten.

Hintergrundinfos und Bezugsmöglichkeit

Für Betriebe taugliche, hygienesichere Alkoholtestgeräte können ab 179 Euro, von Behörden eingesetzte Alkoholtester ab 660 Euro bezogen werden.

Nähere Infos und Bestellmöglichkeit auf www.alkomat.net

Quelle: Alkomat

 

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