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Ältere Fachkräfte

In Zukunft wieder vermehrt Erfahrung statt flippigem Outfit gefragt

Wenn sich in 10 bis 15 Jahren der Geburtenrückgang in Deutschland und Österreich auch in den Belegschaften der Unternehmen niederschlägt und Fachkräfte fehlen, sind ältere und erfahrene Führungskräfte wieder gefragt. Bislang ist davon in den meisten Unternehmen noch nichts zu spüren.

Dass der demographische Wandel weitreichende Folgen haben wird, verdängen viele Personalabteilungen noch. Schätzungen zufolge steigt das Durchschnittsalter der Belegschaften bis 2010 auf 45 Jahre - fünf Jahre mehr als im Jahr 2000. Gleichzeitig dürften nach Schätzungen des Instituts zur Zukunft der Arbeit http://www.iza.org in Deutschland bis 2015 sieben Millionen Fachkräfte fehlen, wenn der Arbeitskräftebedarf um drei Millionen steigt.

Vorsorge treffen nur sehr wenige Betriebe. Wegen der schwachen Konjunktur und der Misere auf dem Arbeitsmarkt stehen vorzeitiger Ruhestand und Altersteilzeit derzeit immer noch im Vordergrund der Personalpolitik. Nach Einschätzung des Düsseldorfer IT-Personaldienstleisters Harvey Nash könnte sich das in Zukunft rächen: Nach ihrer Erfahrung wirke sich die Seniorität im Management positiv auf das interne Unternehmensgefüge und die Unternehmenskultur aus. "In einem Unternehmen mit ausschließlich jungen Mitarbeitern herrscht eine völlig andere Kultur, als in einem, in dem jung und alt gemeinsam tätig sein können. Die Jüngeren können von der Erfahrung der Älteren profitieren. Und diese wiederum haben bis zum Rentenalter die Möglichkeit, motiviert noch einen wirklich sinnvollen Job zu machen", betont die Harvey-Nash-Managerin Annika Deike.

Wer noch vor zwei Jahren in eine Internetfirma kam und älter als 40 Jahre war, sei nicht für voll genommen worden. "Wer dabei ein flippiges Outfit trug, hatte vielleicht noch eine Chance. Aber das ist vorbei, weil solche Unternehmen nicht in der Lage waren, ihr eigenes Geschäft zu managen. Wir richten uns jetzt auf die älteren Mitarbeiter aus und werden das auch in Zukunft tun", sagt Deike. Man könne anderen Unternehmen nur raten, ähnlich zu verfahren. Vor allem auch dem Mittelstand, dem größenbedingt die Mitarbeiterressourcen fehlen, wenn die ältere Führungsebene bröckelt.

Quelle: NeueNachricht


 

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