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Tipps damit es in der Wohnung kühl bleibt

Cool bleiben trotz Sommerhitze

23.07.2007

Ein heißer Sommertag reiht sich an den anderen, die Wetterprognose stellt kaum Abkühlung in Aussicht. Jetzt sind zumindest kühle Schlafräume eine feine Sache. Klimageräte verschwenden Energie und sind sicherlich nicht die beste Lösung: Die Hitze erst gar nicht reinlassen, lautet das oberste Motto!

"Mit dem richtigen Mix aus Sonnenschutz, Lüftung und massiven Bauteilen gelingt es, ohne Klimagerät kühl durch den Sommer zu kommen. Das ist sowohl für das Wohlbefinden und die Geldbörse angenehm, als auch ein Beitrag zum Umweltschutz", erklärt DI Franz Kuchar von "die umweltberatung".

Die Hitze nicht reinlassen

Es empfiehlt sich, früh am Morgen und in der Nacht lüften, dazwischen die Fenster zu schließen und zu verdunkeln. Wenn es am Vormittag draußen wärmer wird als drinnen, ist es besser, die Fenster komplett zu schließen anstatt sie zu kippen. Die Ausnahme bilden Räume in denen sich alte Gasthermen befinden. Hier sollte aus Sicherheitsgründen das Fenster geöffnet bleiben. Sobald es draußen wieder kühler ist als drinnen sollte man alles öffnen, was nur möglich ist. Optimal ist wenn es gelingt, einen leichten Luftzug zu erzeugen.

"Die in modernen Passiv- oder Niedrigenergiehäusern eingebaute Komfortlüftung, auch kontrollierte Wohnraumlüftung genannt, ermöglicht eine sehr effiziente Nachtlüftung. Im Gegensatz dazu sind Klimageräte wahre Energiefresser, wobei mobile Raumklimageräte besonders ineffizient sind", erklärt Franz Kuchar.

Sonnenschutz hält die Hitze fern

Die Beschattung der Fenster von außen, zum Beispiel durch Rolläden oder Fensterläden, ist empfehlenswert. Eine Innenjalousie lässt 75 % der Sonnenwärme nach innen durch, während eine Außenjalousie nur 27 % durchlässt. Nicht nur der Sonnenschutz der stark bestrahlten Südfenster ist wichtig, denn im Westen und Osten steht die Sonne tiefer und scheint direkter beim Fenster herein.

Wärmedämmung auch im Sommer wichtig

Wer ein Haus baut oder saniert, kann durch bauliche Maßnahmen der sommerlichen Hitze vorbeugen und gleichzeitig im Winter Heizkosten sparen. Eine entsprechende Wärmedämmung hält nicht nur die Winterkälte sondern auch die Sommerhitze ab und garantiert somit angenehmes Raumklima zu jeder Jahreszeit.

Massive Wände, Böden und Decken bleiben kühl

Je massiver Wand, Boden und Decke sind, desto besser können sie eindringende Wärme "verdauen". Von alten, mit massiven Steinen gemauerten Gebäuden ist bekannt, dass sie angenehm kühl sind, auch wenn draußen die Sonne runter brennt. Massive Mauern können viel Wärme aufnehmen ohne gleich deutlich wärmer zu werden, da sie eine große Wärmespeicherfähigkeit besitzen.

"Bei Gebäuden in Leichtbauweise und bei ausgebauten Dachböden sorgen ein keramischer Fußboden, eine Vollziegelzwischenwand und dicker Lehmputz an Wand und Decke für ausreichende Speicherfähigkeit", erklärt Umweltberater Franz Kuchar.

Neubau, Dachbodenausbau und Sanierung: Temperatur lässt sich planen

Die sommerliche Überwärmung lässt sich berechnen. Bei dieser Berechnung werden die Sonneneinstrahlung, die internen Wärmequellen, die Lüftung in der Nacht und die Speicherfähigkeit der Bausubstanz in Relation zueinander gesetzt. Damit kann man zeigen, ob das Risiko der Überwärmung im Sommer besteht oder nicht. Es ist sinnvoll, von der Planerin bzw. vom Planer diese Berechnung für kritische Räume zu verlangen. Sie basiert auf der ONORM B 8110, Teil 3.

Individuelle, firmenunabhängige Beratung zum energieeffizienten Bauen und Sanieren sowie Broschüren zum Dämmen, Sanieren und zum Bau von Passivhäusern erhalten Sie bei "die umweltberatung", Tel. 01/ 803 32 32, www.umweltberatung.at.

Quelle: die umweltberatung

 

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