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Tipps zum Schutz vor Wespen

Richtig vorbeugen in Haus und Garten


16.08.2010

Wespen; Bildquelle: die umweltberatung
Sie folgen dem Sommerloch ebenso sicher wie dem Buffet auf der Sommerparty: die Wespen! Im August sind sie besonders aktiv - und den Menschen besonders lästig. Was für Allergiker zur akuten Gefahr wird, ist für den Rest der Menschheit eher ein harmloses Ärgernis. Nachfolgend finden Sie einige Infos und Tipps - das Wichtigste vorweg: Ruhe bewahren!

Kaum jemand ist über ihren Besuch bei der Gartenparty erfreut, aber Wespen sind überaus nützliche Tiere. Sie bestäuben Blüten und sind fleißige Schädlingsvernichter, ein Wespenvolk vertilgt bis zu 5.000 Fliegen oder andere Insekten pro Tag!
Wenn man nicht allergisch ist, sind Wespenstiche nicht gefährlich. Sie schmerzen zwar kurz, schwellen aber im Regelfall schnell wieder ab. Panik ist keinesfalls angebracht.
Christian Mokricky von "die umweltberatung": "Das Wichtigste ist in jedem Fall, Ruhe zu bewahren! Wer hektisch um sich schlägt, um die Wespen zu verscheuchen, macht sie erst recht unruhig und aggressiv. Wenn sie auf Nahrungssuche sind, umfliegen sie kohlenhydrat- bzw. zuckerreiche Lebensmittel, um die Lage auszuloten - dabei werden sie als aufdringlich empfunden. Dabei sind sie weder aufgeregt noch stechlustig." Nachfolgend einige Tipps, wie Wespenstiche vermieden werden können und wie man Wespen vom eigenen Mittagstisch fern hält.

Vorbeugen in und am Haus:

  • Insektengitter an Fenstern montieren

  • Verschalungen und Ritzen an Gebäuden regelmäßig begutachten und warten. Einfluglöcher verschließen

  • nicht barfuß über die Wiese gehen

  • Grenzen respektieren: Nicht näher als 5 Meter an ein Wespennest herangehen, das zu nahe Kommen ist ebenso gefährlich wie bei einem Bienenstock. Erschütterungen oder Manipulationen im Nestbereich wie das Verstellen der Hauptflugrichtung vermeiden. Nester einfach in Ruhe lassen - die Tiere werden aggressiv, wenn ihre Brut bedroht wird oder stechen zur Selbstverteidigung. Auch die Flugbahn der Tiere nicht unterbrechen!

  • Für Kleinkinder in der Nähe des Nestes eine Absperrung machen, größere Kinder sollte man wie im Straßenverkehr auf die Gefahr aufmerksam machen.

  • Wespen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem und sind auch für den Menschen nützlich. Nester sollten daher nur entfernt werden, wenn unmittelbar Gefahr besteht.


Vorbeugen am Gartentisch:

  • Kleinkindern nach dem Essen Mund und Hände abwischen

  • Speisen und Getränke im Freien abdecken bzw. mit dem Strohhalm trinken

  • nicht direkt aus der Flasche trinken - v.a., wenn die Flasche undurchsichtig ist

  • Rasche Bewegungen vermeiden, wenn eine Wespe in der Nähe ist. Sie fühlt sich sonst bedroht und sticht zu.

  • Speisen nicht offen stehen lassen! Speisereste sofort abräumen

  • Abfalleimer gut verschlossen halten

  • süßlich riechende Parfums und Haarsprays vermeiden

  • grelle Farben und bunte Muster auf der Kleidung bei Grillparty eher vermeiden

  • Räucherstäbchen oder Duftlampen mit Zitronenduft, Teebaumöl oder Gewürznelken vertreiben die Tiere

  • Sollte eine Wespe auf der Haut sitzen: Abstreifen oder abschütteln. Nicht schlagen!


Erste Hilfe-Tipps bei Insektenstichen:

Die Stiche von Bienen, Hummeln und Wespen sind zwar schmerzhaft, in der Regel aber nicht gefährlich. Wenn es passiert ist: Eiswürfel, essigsaure Tonerde, Franzbranntwein auf die Stichstelle tupfen. Bewährt haben sich auch Essig, Zwiebel- oder Zitronensaft und zerriebene Spitz-wegerich- oder Tomatenblätter. Wird man allerdings in den Mund bzw. Rachenraum gestochen bzw. bei Wespengift-Allergie ist sofortige medizinische Hilfe notwendig. Ob eine Insektengiftallergie besteht, kann durch einen Allergietest geklärt werden.

Noch ein Tipp zum Schluss: Keine Angst vor großen Wespenarten! Hornissen haben keine natürlichen Feinde und brauchen sich daher auch kaum verteidigen - sie stechen praktisch nie. Ihr Gift ist auch nicht stärker als das von kleineren Wespenarten. Die Mär, dass sieben Stiche einer Hornisse ein Pferd töten können, ist längst widerlegt. Hummeln, Hornissen und etliche andere Wespenarten sind gefährdete Tiere und stehen unter Artenschutz.

Quelle: die umweltberatung

 

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