Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Wertsachen sicher aufbewahren

Im Schlafzimmer schauen Diebe meist als erstes nach

Die umfangreiche Münzsammlung, das wertvolle Collier oder die Sparbücher der Kinder - sie alle haben etwas gemeinsam: Am liebsten werden sie im Schlafzimmer aufbewahrt. Das Schlafzimmer ist daher auch jener Ort, an dem sich Einbrecher gleich als erstes gezielt nach Wertsachen umschauen.

"Mehr als 70 Prozent der vor Gericht behandelten Fälle betreffen strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen", zitiert DI Bernhard Noll, Leiter des Instituts für Technische Sicherheit, die Kriminalstatistik des Bundesministeriums für Inneres. "Rund 29 Prozent davon entfallen auf Einbruchdiebstahl, wobei gewerbsmäßiger Diebstahl und Bandenkriminalität nicht enthalten sind." In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der gemeldeten Einbrüche in ständig bewohnte Wohnobjekte von 8.931 auf 17.461 beinahe verdoppelt, am stärksten betroffen sind Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark. Zu starke Hoffnungen, die oft mit persönlichen Erinnerungen verbundenen Wertsachen wieder zu bekommen, sollte man sich allerdings nicht machen: Gleichzeitig mit den steigenden Einbruchszahlen ist die Aufklärungsrate gesunken. 2004 lag sie österreichweit bei nur 7,2 Prozent.

Gerade jetzt, wenn an den langen Wochenenden viele einen Kurzurlaub planen und auch für die kommende Urlaubszeit sollten materielle und immaterielle Werte sicher versteckt werden - damit nichts weg kommt, an dem das Herz hängt. Studien belegen, dass Opfer von Einbruchdiebstählen nicht nur einen materiellen Verlust erleben, sondern vor allem an der Verletzung ihrer Privatsphäre leiden. Eine in Deutschland durchgeführte Untersuchung hat gezeigt, dass 70 Prozent der Opfer von Raubüberfällen nach der Tat von erheblichen Angstzuständen geplagt werden. Rund 63 Prozent klagten über Schlafstörungen, etwa 47 Prozent hatten mit Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen. Die meisten Betroffenen können das traumatische Erlebnis erst verarbeiten, wenn der Täter gefasst ist.

Es ist schon schlimm genug, wenn es ein Einbrecher bis in die Wohnung geschafft hat und damit das Sicherheitsgefühl der Bewohner ins Wanken bringt. Schmuck und vor allem Stücke von ideellem Wert sollte man aber nicht auch noch offen herumliegen lassen und so am silbernen Tablett präsentieren. Sammlungen, deren Verschwinden einen großen finanziellen Schaden anrichten könnte, sind in einem Schließfach am besten aufgehoben. Auch für Familien-Erbschmuckstücke, die selten getragen werden, ist das der sicherste Ort. Jener Schmuck, den man öfter anlegt und daher griffbereit haben will, hat nichts im Schrank zwischen Unterwäsche und Socken zu suchen. Am besten deponiert man ihn in einem Safe, der fest in der Wand verankert ist und daher nicht weg getragen werden kann.

Neben Schließfach und Safe ist aber auch das "Eichhörnchenprinzip" eine geeignete Maßnahme, um sein Eigentum zu schützen: So wie die kleinen Nager sollten auch die Besitzer von Wertsachen ihre teuren Sachen nicht gesammelt an einem Platz verwahren, sondern in mehreren, nicht so offensichtlichen Verstecken in der ganzen Wohnung unterbringen. "Die Sicherheit beginnt aber am besten schon vor der Haustür", rät Noll. "Sicherheitstüren und sichtbare Alarmanlagen, aber auch ganz einfache Maßnahmen wie das ordentliche Verschließen von Türen und Fenstern schrecken den Großteil der potenziellen Einbrecher ab."

Quelle: Institut f. technische Sicherheit


Weitere Infos zum Thema:

 

Top Themen

Top Links