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Tipps gegen lästiges Werbematerial im Briefkasten

So vermeiden Sie einen überfüllten Briefkasten nach dem Urlaub

13.06.2005

Was tun mit der Urlaubspost oder unerwünschtem Werbematerial? In der AK Konsumentenberatung melden sich in den letzten Tagen vermehrt Anrufer mit kleineren und größeren Sorgen rund um ihre Briefkästen. So manche beschäftigt auch die Zukunft ihrer Hausbrieffächer: Viele befürchten, dass die ab Mitte 2006 verpflichtenden Briefkästen mit Einwurfschlitz noch mehr Direktwerbung und weniger Sicherheit bedeuten. Dazu einige Tipps der AK:

  • Wer sich in die Robinsonliste eintragen lässt, darf keine persönlich adressierte Werbung mehr erhalten. "Die Robinsonliste muss zumindest einmal im Monat aktualisiert werden", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer.

  • Außerdem gibt es einen Aufkleber für Haustüren und Postkästen, mit der nicht persönlich adressierte Werbung gestoppt werden kann. Der Aufkleber soll gut sichtbar an der Haus-/Wohnungstüre angebracht werden. "Post und Zusteller von Direktwerbung haben sich daran zu halten", sagt Zimmer. Wird der erklärte Wunsch des Konsumenten missachtet und wird unerwünschte Werbung weiterhin zugestellt, kann er über eine Besitzstörungsklage die Unterlassung durchsetzen.

    Für Informationen zum Aufkleber "Bitte kein Reklamematerial" steht eine eigene Telefon-Hotline mit der Nummer zur 01/908 308 zur Verfügung. Die Bestellung des Aufklebers ist aber nur per Post möglich - vor allem deshalb, weil ein mit einer 55-Cent-Briefmarke frankiertes Rückantwort-Kuvert, beschriftet mit der genauen Anschrift des Bestellers, mitzusenden ist. Die Bestelladresse lautet: Postfach 500, 1230 Wien, Kennwort: "Bitte kein Reklamematerial".

  • "Falls nicht nette Nachbarn während des Urlaubs das Postkästchen regelmäßig ausleeren, machen das auch Postdienste, die allerdings kostenpflichtig sind", erläutert Zimmer. Um 14,50 Euro pro Monat wird die Post in der vom Konsumenten gewählten Postfiliale in einem Urlaubsfach gesammelt. In der Hauptreisezeit zwischen 20. Juni und 4. September bietet die Post auch Urlaubsfächer für zwei Wochen um 9,90 Euro an. Zusätzlicher Nutzen des Dienstes: Wichtige Behördenschreiben (RSa- und RSb-Briefe) werden nicht im Urlaubsfach hinterlegt, sondern automatisch mit einem Ortsabwesenheitsvermerk zurückgesendet.

  • Fünf Euro kostet die Nachsendung der Post für bis zu 30 Tage an den Urlaubsort im Inland, 7,50 Euro, wenn die Post einige Tage gesammelt ins Ausland nachgeschickt werden soll.


Ab Juli nächsten Jahres müssen alle Hausbrieffachanlagen mit Einwurfschlitzen ausgestattet sein. Die Umstellungskosten tragen die Hauseigentümer. Eine direkte Kostenüberwälzung auf Mieter ist grundsätzlich nicht möglich. Allerdings verringern sich dadurch die Mittel der Mietzinsrücklage. Nach dem Postgesetz muss die Post vor dem Zugriff Dritter geschützt sein. ÖNormgerechte Brieffächer sind nicht zwingend, erfüllen aber jedenfalls die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen.

Wünschen Bewohner die Zustellung z.B. von Werbematerial, darf der Hauseigentümer dem Zusteller den Zutritt zum Haus nicht verwehren. Hauseigentümer haben dafür zu sorgen, dass das Haustor auf Verlangen der im Haus wohnenden Mieter und solcher Personen, die am Eintritt ein berechtigtes Interesse haben, geöffnet wird.

Mehr Infos und sämtliche Adressen, wo Sie z.B. den Eintrag in die Robinsonliste vornehmen lassen können, finden Sie hier auf der Konsumentenschutz-Webseite der AK ...

Quelle: AK, WKO

 

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