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Wasserenthärter bringen oft nur Probleme

AK rät vor dem Kauf von magnetischen Wasserenthärtern ab

Am Wasserenthärter scheiden sich die Geister. Die AK Steiermark meldet, dass sie vermehrt mit Konsumenten-Anfragen über magnetische (oder elektronische) Wasserenthärtungsgeräte konfrontiert wird. Diese Geräte gelten wissenschaftlich allerdings als wirkungslos.

Vor allem auf Verbrauchermessen, "an der Haustür" oder über Teleshoppingkanäle werden Geräte angeboten, die in die oder an die Wasserleitung eingebaut werden und mittels magnetischer Kraft (physikalische Wasserbehandlung) das Leitungswasser enthärten sollen. "Schade ums Geld (400 bis 500 Euro)", warnt Gerhard Löscher von der steirischen Arbeiterkammer, "weil die Firmen keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Entkalkung auf magnetischer Basis erbringen können". Eine wirkungsvolle Wasserenthärtung kann nur auf chemischem Weg mittels Ionenaustauschern oder per Umkehrosmose durchgeführt werden, erklärt der Konsumentenschützer. Bei diesem Wasseraufbereitungsverfahren werden härtebildende Salze (Calcium- und Magnesiumcarbonat) verringert. Ionenaustauscher werden beispielsweise auch in Geschirrspülmaschinen eingesetzt, die man regelmäßig mit Kochsalz regenerieren muss.

Bevor Konsumenten in eine Verkaufsfalle tappen, sollten sie sich überlegen, inwieweit eine Wasserentkalkung überhaupt sinnvoll ist. Gerade 20 Prozent der österreichischen Haushalte haben hartes Wasser (über 18 Grad dH). Außerdem sollten aus gesundheitlicher Sicht die Mineralien Calcium und Magnesium nicht unbedingt aus dem Trinkwasser entfernt werden. Und die wirkungsvollen Geräte mit Ionenaustauscher kosten immerhin rund 1500 Euro.

"Magnetische Wasserenthärter ziehen nur Reklamationen magisch an", rät der Konsumentenschützer eindringlich vor dem Kauf umstrittener Produkte ab. Ebenso sollte man sich einen Testbetrieb zu Hause sparen und keinesfalls eine Anzahlung leisten, wenn man sich lästige Auseinandersetzungen sparen will. Erhöhte Kalkablagerung könne man auch verhindern, indem das Boilerwasser nur auf 60 Grad erwärmt wird.

Quelle: AK Steiermark

 

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