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Wasserenthärter : Der Schmäh mit dem Kalk

Der Zusatz von Wasserenthärtern ist oft unnötig



Entkalker haben ihren festen Platz in der österreichischen Waschküche und der Werbelandschaft: "Waschmaschinen leben länger mit Calgon" lautet ein verinnerlichter Werbeslogan. Doch wie gefährdet sind die Heizstäbe der Waschmaschinen tatsächlich? Aus der Sicht des Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist bei Waschtemperaturen unter 60 Grad und einer Wasserhärte von weniger als 14 deutschen Härtegraden (°dH) der Zusatz von Wasserenthärtern nicht nötig.

Das Argument des Calgon-Herstellers Reckitt Benckiser lautet, dass sich der Heizstab bei jeder Waschtemperatur auf über 100 Grad Celsius aufheizt, wodurch sich Kalk sofort darauf ablagert. Zwar erwärmen sich die Heizstäbe in der Tat bei einer 30-Grad-Wäsche auf etwa 100 Grad, sie werden jedoch mit 30 Grad kühlem Wasser umspült. Gerade bei niedrigen Waschtemperaturen treten daher nur geringe Kalkrückstände auf. Heutige Waschmittel machen zudem Temperaturen von über 40 Grad zunehmend überflüssig. Einem führenden Waschmaschinenhersteller zufolge sind lediglich zwei Prozent der Gesamtreparaturen auf Defekte an Heizstäben zurückzuführen.

Doch nicht die Waschtemperatur, sondern die Härte des Wassers ist letztlich ausschlaggebend für das Ausmaß der Verkalkung. Laut offiziellen Daten der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) aus dem Jahr 2006 sind von rund 7,4 Millionen Österreichern gerade einmal 200.000 mit hartem Wasser (über 16 deutschen Härtegraden) konfrontiert. VKI-Experte Konrad Brunnhofer: "Waschtemperaturen von unter 60 Grad, eine Wasserhärte unter 14 deutschen Härtegraden und die Verwendung hochwertiger Waschmittel machen den Zusatz eines Entkalkungsmittels nicht nötig." Wie hart das Wasser ist, kann man beim zuständigen Wasserversorger in Erfahrung bringen.

Quelle: VKI

 

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