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Wäschetrockner und Weichspüler : Besser als ihr Ruf

Schlechtes Öko-Image entspricht nicht den Tatsachen

13.03.2008

Befragt man Verbraucher zum Thema "nachhaltiges Waschen", so haben Wäschetrockner und Weichspüler bei weitem das schlechteste "Öko-Image". Zu Unrecht, wie Ina Rüdenauer vom Öko-Institut Freiburg feststellt. Vor allem Wäschetrockner werden demnach falsch beurteilt. Viele Anwender berücksichtigen bei der Bewertung der Nachhaltigkeit nur den Stromverbrauch und die Anschaffungskosten. Wird die Wäsche einfach im Keller oder gar im beheizten Wohnzimmer getrocknet, so "verbraucht das keinen Strom und ist billiger". Ein fataler Irrtum, denn Verdunstung verbraucht Energie und kühlt die Umgebung ab. Durch die erhöhte Raumfeuchte muss zudem mehr gelüftet und auch die kalte Luft von außen muss erwärmt werden. Die Heizkosten steigen also - und machen das Verfahren zumindest während der Heizperiode zu einer unerwartet kostspieligen Angelegenheit.

Ähnlich ist es bei den in Anschaffung und Stromverbrauch meist günstigeren Ablufttrocknern: Diese leiten feuchtwarme Luft nach außen, kalte Außenluft strömt nach und muss aufgeheizt werden. Kondensationstrockner dagegen erzeugen trockene Wärme im Gebäude. Die Heizkostenersparnis übertrifft den erhöhten Stromverbrauch erheblich. Kann man seine Wäsche weder im Freien noch in einem unbeheizten Trockenraum trocknen, so stellt der Kondensationstrockner also eine nachhaltige und Kosten sparende Alternative zum Wäscheständer im Wohnzimmer dar.

Weniger eindeutig fällt die Bewertung der Weichspüler aus. Ihr schlechter Ruf stammt noch aus den 1980er Jahren, als sie überwiegend schwer abbaubare Tenside enthielten. Heute müssen die in Weichspülern verwendeten Tenside vollständig biologisch abbaubar sein. Weichspüler schonen die Fasern und werden bei empfindlicher Haut empfohlen. Auch der Bügelaufwand vermindert sich oder entfällt sogar ganz. Demgegenüber steht eine erhöhte Belastung der Kläranlagen durch Parfüm- und Zusatzstoffe, und der Umwelt durch Transport und Verpackung. Umstritten ist, ob die faserschonenden Eigenschaften den Bedarf an Textilien reduzieren, da heutzutage die wenigsten Kleidungsstücke getragen werden, bis sie auseinander fallen.

Quelle: aid

 

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