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Wäsche waschen mit niedriger Temperatur

Gut für Energieverbrauch, schlecht für Hygiene?

22.07.2009

Immer mehr Haushalte waschen ihre Wäsche bei niedrigen Temperaturen. Was den Energieverbrauch und damit die Stromkosten sinken lässt, ruft aber Widerspruch bei Hygiene-Fans hervor. Diese warnen vor krankmachender Bakterien- und Keimbelastung in der Waschmaschine. Im Haushalt keimfreies Waschen zu propagieren, schießt jedoch über's Ziel einer hygienischen Lebensweise hinaus, meinen die Experten der Umweltberatung. Primär erfolgt die Infektion mit Krankheitserregern durch Übertragung von Mensch zu Mensch bzw. Tier zu Mensch oder durch verschmutzte Speisen und Materialien.

Aus Umweltsicht ist das geänderte Waschverhalten durchaus zu begrüßen: Normal verschmutzte Wäsche wird auch bei 30 oder 40°C sauber, das stromfressende Aufheizen auf 60 oder 90°C bleibt aus und das wiederum spart Energie(kosten). Dass die geeigneten Waschmittel zu verwenden sind und die Wäsche nach Verschmutzung und Farbe getrennt zu waschen ist, versteht sich von selbst.

In den letzten Tagen wurde in manchen Medien vor krankmachenden Keimen in der nassen Wäsche bzw. in der Waschmaschine vor allem bei niedrigen Temperaturen gewarnt. Wer behauptet, dass die Waschmaschine eine Bakterienschleuder ersten Ranges sei, lenkt von tatsächlichen Gesundheitsgefahren ab, meint man dazu bei der Umweltberatung. Nicht alle Bakterien sind gefährlich, Viren und Keime in krankmachender Menge werden fast ausschließlich von kranken Menschen übertragen. Diese Infektionswege gehören unterbunden. Kranke sollten spezielle Vorsichtsmaßnahmen erfüllen. Gründliches Hände Waschen nach jedem Stuhlgang ist auch für Gesunde am wichtigsten. "Im Haushalt finden sich unter normalen hygienischen Bedingungen praktisch keine gefährlichen Krankheitserreger! Normales Waschen und Putzen reicht vollkommen aus. Übertriebene Hygiene oder gar Desinfektion schadet durch die verwendeten Chemikalien mehr als sie nützt", stellt Mag. Andrea Husnik von ''die umweltberatung'' klar.

Keimfreies Waschen ist im Haushalt fast unmöglich. Brutstätten für Keime können leicht eingegrenzt werden. Feuchtes, warmes Klima, wie es in der Waschmaschine herrscht, fördert das Wachstum der Keime, einfache Vorkehrungen helfen dagegen. Christian Mokricky von "die umweltberatung": "Wird bei niedriger Temperatur mit Pulver gewaschen, kann sich ein Film aus ungelöstem Waschmittel bilden. Das ist nicht nur hässlich, in diesem Film können sich auch Bakterien ablagern. Speziell für Niedrigtemperaturen geeignetes Waschmittel bzw. hin und wieder eine 60 Grad Wäsche schaffen Abhilfe!"

Weitere Tipps für die Wäschehygiene:

  • Wäsche nach Verschmutzung, Farbe und Pflegekennzeichnung getrennt waschen

  • Nur Leibwäsche und Weißes mit 60° C waschen und eventuell Bleichmittel beigeben (reduziert die Keimzahl), den Rest mit einem Baukasten-Basiswaschmittel oder Kompakt-Colorwaschmittel

  • Waschmaschine gleich ausräumen

  • Waschmaschinentür offen stehen lassen, Gummifalz trocken wischen und Trommel gut austrocknen lassen

  • Flusensieb (sofern vorhanden) regelmäßig reinigen


Weitere Informationen zum Waschen und Putzen finden Sie im Infoblatt "Hygiene im Alltag" - kostenloser Download auf www.umweltberatung.at.

Die Broschüre "Lustvoll Reinigen" gibt Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Waschen und Reinigen inklusive Einkaufsliste für empfehlenswerte Wasch- und Putzmittel. Bestellung gegen Versandkostenbeitrag bei "die umweltberatung", Tel.: 01/ 803 32 32 oder 027 42/ 718 29 sowie im Online-Shop auf www.umweltberatung.at.

Quelle: die umweltberatung

 

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